Comicprojekt "Yellow Stone"
David Scheffel und Philipp Spreckels erwecken Bilder zum Leben

Münster -

Illustrationen sind gefragt. Heute finden sich Bilder in Magazinen, Werbung und Animationen. Die Fachhochschule (FH) Münster bietet für angehende Illustratoren einen Schwerpunkt an. David Scheffel hat hier studiert – und arbeitet zurzeit mit Philipp Spreckels an einem Projekt.

Donnerstag, 09.03.2017, 11:03 Uhr

Philipp Spreckels und David Scheffel  (r.) arbeiten gemeinsam am Comic „Yellow Stone“: Spreckels liefert das Skript und Illustrator Scheffel setzt es grafisch um..
Philipp Spreckels und David Scheffel  (r.) arbeiten gemeinsam am Comic „Yellow Stone“: Spreckels liefert das Skript und Illustrator Scheffel setzt es grafisch um. Foto: Jens Peters / treetop-media

Im Comic „Yellow Stone“ kämpfen die USA der Zukunft mit gesellschaftlichen Veränderungen nach einem Teilausbruch des Vulkans im Yellowstone-Nationalpark. Die Idee zur Geschichte hatte Spreckels bereits während eines Auslandssemesters in den USA 2002. Konkreter wurden seine Vorstellungen allerdings erst im vergangen Jahr.

Der Leidenschaft für kunstvolle Bildergeschichten ging Spreckels vorher auf seinem  Comic-Blog  nach. Hierüber lernte er Scheffel kennen, und der Grundstein für die Zusammenarbeit war gelegt. Obwohl Spreckels am Anfang unschlüssig war, ob „Yellow Stone“ ein Comic werden soll, ist er nun glücklich mit dieser Entscheidung.

Lebendige Zusammenarbeit

Die gemeinsame Arbeit an dem Projekt gestaltet sich sehr lebendig. Spreckels liefert das Skript, und Scheffel setzt es grafisch um. Es wird munter diskutiert und mitunter auch gestritten. Beide finden, dass vor allem der Austausch untereinander die Geschichte voranbringt. Das erste Kapitel von „Yellow Stone“ ist bereits fertig. Jetzt ist das kreative Duo auf der Suche nach einem Verlag.

Sein Know-how erlernte Scheffel, der als freier Illustrator arbeitet, im Designstudium an der FH Münster . Das Grundstudium vermittelt den Studierenden Kompetenzen in den vier Schwerpunktbereichen Illustration sowie Kommunikations-, Medien- und Produktdesign. Der Schwerpunkt Illustration stellt eine Besonderheit dar, den die meisten anderen deutschen Hochschulen nicht anbieten.

Ich brauche kein Büro. Meinen Skizzenblock kann ich überall mit hinnehmen.

David Scheffel

Illustration studieren

Felix Scheinberger, seit 2012 Professor für Zeichnen und Illustration an der Fachhochschule Münster, betont: „Es geht ganz klar um eine Berufsausbildung im Design. Wir wollen richtig gutes Design machen und gute Produkte herstellen, die auch funktionieren.“

Ideen mit Bildern zum Leben erwecken

1/6
  • Eigener Comic als Herzensprojekt

    Mit "Yellow Stone" nutzen Spreckels und Scheffel die Gelegenheit, ihre Ideen umzusetzen.

    Foto: Philipp Spreckels
  • Von der Idee bis zur Illustration

    Erste Skizzen für den Hauptcharakter im Comic "Yellow Stone".

    Foto: Philipp Spreckels
  • Das erste Kapitel ist fertig

    Bis zum fertigen Comic vergehen viele Arbeitsschritte. Spreckels und Scheffel legen großen Wert auf den Austausch untereinander.

    Foto: Philipp Spreckels
  • Illustration studieren an der Fachhochschule Münster

    Prof. Felix Scheinberger unterrichtet seit 2012 Zeichnen und Illustration an der Fachhochschule Münster. Für ihn liegt der Fokus auf einer praxisnahen Ausbildung.

    Foto: Anika Schnücke
  • Eigene Illustrationsprojekte

    Neben Kooperationen mit Verlagen, erstellen Studierende auch eigene Magazine im Zuge von Studienfahrten in andere Städte.

    Foto: Anika Schnücke
  • Druckerpresse in der Druckwerkstatt Fachhochschule Münster

    In der hochschuleigenen Werkstatt, können sich die Studierenden an Druckverfahren üben.

    Foto: Anika Schnücke

Im Fachbereich Design beginnen jedes Semester etwa 80 Studierende. Zeichnen ist im Studium Pflicht: „Zeichnen ist eine Basisfertigkeit für alle Designer. Designer haben neue Ideen, und Ideen sind im Kopf. Sie müssen visualisiert werden“, so Scheinberger.

Kooperationen schaffen Praxisnähe

Ein Fokus liege auf der Praxisnähe. „Ich möchte, dass die Studierenden hinterher Jobs haben“, so Scheinberger. Erreicht wird der Praxisbezug zum Beispiel durch Kooperationen mit Verlagen. Die Studierenden begleiten ein Projekt von Anfang bis Ende, etwa die Illustration eines Buches zum Thema Helden der Kindheit. Der Dozent ist überzeugt von den Ergebnissen.

Der Erfolg gibt ihm recht: So ging der Preis für die beste studentische Comic-Publikation an münsterische Studierende. Vielleicht findet sich bald auch Spreckels und Scheffels Comic „Yellow Stone“ unter den Preisträgern des „Max und Moritz“-Preises wieder.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4690293?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847808%2F4847809%2F
Konzept für Kinderkardiologie gesucht
Schließungspläne an Uniklinik Münster: Konzept für Kinderkardiologie gesucht
Nachrichten-Ticker