Seniorentag 2017
Für ein buntes Münster

Münster -

Unter dem Motto „Münster älter und bunter“ findet der Seniorentag am 16. März 2017 im Rathausfestsaal statt. Dabei sollen die älteren Migranten, die in Münster zu Hause sind, in den Mittelpunkt rücken.

Donnerstag, 09.03.2017, 14:03 Uhr

Die Vorbereitungen für den Seniorentag 2017 von Seniorenvertretung, Seniorenrat und VHS laufen auf Hochtouren (v.r.): Małgorzata Wójcik, Margareta Seiling, Helmut Tewocht, Markus von Hagen, Dr. Ömer Lütfü Yavuz und Anke Breitkopf.
Die Vorbereitungen für den Seniorentag 2017 von Seniorenvertretung, Seniorenrat und VHS laufen auf Hochtouren (v.r.): Małgorzata Wójcik, Margareta Seiling, Helmut Tewocht, Markus von Hagen, Dr. Ömer Lütfü Yavuz und Anke Breitkopf. Foto: FH Münster

80, 90, 100 – die Skala der Lebensleiter steigt stetig. Auch in Münster . Willkommen im Club: Ab 60 Jahren darf man sich offiziell Senior nennen, auch wenn man noch prima einen Kopfstand hinbekommt oder Tango tanzt. Als weltoffene Stadt möchte Münster im Alter zusammenrücken. Ein Prozess, der beim Seniorentag 2017 am Donnerstag (16. März) angekurbelt werden soll. „Münster älter und bunter“ heißt das Motto ab 15 Uhr bei freiem Eintritt im Rathausfestsaal .

Ob sie im traditionell indischen Gewand unter anderem zum Stellenwert der „Alten“ in der jeweiligen Kultur referiert, weiß sie noch nicht. „Das hängt vom Wetter ab“, schmunzelt Professorin Dr. phil. Kulkanti Barboza vom Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule Münster . Sie hat an der Uni Münster Ethnologie, Soziologie und Sportwissenschaften studiert. Den Ruf an die FH erhielt sie 2010. Sie ist Expertin für indischen Tanz, Bewegungskulturen, Migration und interkulturelle Pädagogik. Sonnengruß, Adler, Krähe und Heuschrecke – Yoga ist eine Grundhaltung und bedeutet für sie „im eigenen Körper anzukommen, im Einklang mit sich zu sein“. Die Entspannungstechniken lehrt sie auch Studierende. Kulturgeragogik heißt ein Masterstudiengang, der zum Wintersemester startet.

Ihr liegt es am Herzen, die älteren Migranten in den Fokus zu rücken, ihre kulturspezifischen Bedürfnisse zu erfahren – und sie vor allem zu erreichen. „Denn es ist die am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe. Umso wichtiger ist es, dass eine soziale und kulturelle Teilhabe stattfindet“, betont Barboza. Denn viele der älteren Migranten würden gar nicht angesprochen und verblieben in ihrer starken Familienanbindung. „Egal aus welchen Kulturen die Senioren kommen, gibt es doch Gemeinsamkeiten. Um Gemeinschaft herzustellen, heißt es da anzuknüpfen“, sagt die Referentin und freut sich auf den Seniorentag.

Diesen veranstalten die Kommunale Seniorenvertretung, Seniorenrat und VHS. „Bei der Planung war die Flüchtlingsintegration in aller Munde. Vor diesem Hintergrund fanden wir es spannend, einen Blick auf die Menschen mit Migrationshintergrund zu werfen, die seit Jahrzehnten in Münster leben“, erklärt Margareta Seiling, Vorsitzende der Kommunalen Seniorenvertretung.

Über Lebensgewohnheiten von älteren, zugewanderten Münsteranern diskutiert eine Podiumsrunde, moderiert von Rezitator Markus von Hagen. Es berichten Małgorzata Wójcik, Mitbegründerin der Städtepartnerschaft Münster-Lublin, hauptberuflich bei der „Polnischen Mission“, und Dr. Ömer Lütfü Yavuz, Vorsitzender des Integrationsrates.

„Die Auswahl der Podiumsgäste haben wir nach den vorrangigen Herkunftsländern der über 60-Jährigen gewählt“, erläutert Anke Breitkopf, VHS-Fachbereichsleiterin. Dazu gehören vor allem Menschen aus Polen (8900), der Russischen Föderation und Kasachstan (1349) sowie der Türkei (439).

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