Seniorentag 2017
„Älter und bunter“

Münster -

Auch in Münster ist klar: Die Menschen werden älter. Doch nicht nur das, die Gesellschaft wird auch bunter. Und wie die Entwicklung klappt, zeigte der Seniorentag im Rathausfestsaal.

Donnerstag, 16.03.2017, 18:03 Uhr

Für einen gelungenen Seniorentag sorgten (v.l.)
Für einen gelungenen Seniorentag sorgten (v.l.) Foto: Matthias Ahlke

192 Stühle hatte man im Rathausfestsaal aufgestellt, doch zum Seniorentag strömten am Donnerstag trotz Sonnenschein wohl knapp 250 Menschen in den Saal. Da mussten zu Beginn schnell noch Sitzgelegenheiten geschaffen werden.

Als jeder Senior einen Platz gefunden hatte, konnte es losgehen: „Münster älter und bunter“ lautete das Motto. Wie in jedem Jahr werde „ein spezielles Thema beleuchtet, dass die Senioren betrifft“, erläuterte Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson . In Münster leben Menschen mit etwa 180 Nationalitäten – das betreffe eben auch die älteren Bürger.

Vilhjalmsson betonte, dass der interkulturelle Austausch in Münster eine lange Tradition habe. In der Friedensstadt sei es gerade heute wichtig, dass sich die Menschen zusammenschließen. Sie machte deutlich: „Ein buntes Münster stellt eine Bereicherung für uns alle dar, egal welcher Herkunft oder welchen Alters.“

Für Anke Breitkopf aus dem Fachbereich „Erziehung, Familie, Älterwerden“ der Volkshochschule war es der erste Seniorentag in Münster. Doch sie versprach, er werde „bunt, lebendig und interessant“.

Sie erläuterte: „Deutschland hat eine sehr vielfältige Einwanderungsgeschichte.“ Etwa 12 000 der über 60-Jährigen in Münster hätten einen Migrationshintergrund. Das seien immerhin 18 Prozent der Altersgruppe. Die meisten kommen aus Polen, der Russischen Föderation und der Türkei.

Prof. Dr. Kulkanti Barboza von der Fachhochschule berichtete von Konflikten, die entstehen, wenn verschiedene Kulturen aufeinandertreffen: „Die Konflikte sind keine Probleme, sie sind eine Herausforderung. Und sie sind auch der Motor für die Kultur.“

Ein Podiumsgespräch gab dem Tag eine persönliche Note. Dr. Ömer Lütfü Yavuz, Vorsitzender des Integrationsrates, Malgorzata Wojcik, Mitbegründerin der Städtepartnerschaft zwischen Münster und Lublin, und Kulkanti Barboza berichteten von ihren eigenen Migrationserfahrungen.

Kulturell abgerundet wurde der Tag von Victoria Sánchez aus Venezuela: Sie präsentierte Flamenco-Tänze.

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