Di., 28.03.2017

Bäcker stellen neuen Mehrwegbecher vor Gildebecher gegen „Coffee-to-go-Müll“

Die Bäcker-Gilde stellt ihren neuen Gilde-Becher vor, der sich auch als Geschenk gut macht (v.l.): Barbara Altrogge, Stefan Pohlmeyer, Franz-Josef Klostermann, Timo Jankord, Jürgen Jankord, Saskia Witkop, Claudius Nieß, Gerd Kisfeld, Johann-Georg Kisfeld, Gerd Kisfeld und Georg Krimphove.

Die Bäcker-Gilde stellt ihren neuen Gilde-Becher vor, der sich auch als Geschenk gut macht (v.l.): Barbara Altrogge, Stefan Pohlmeyer, Franz-Josef Klostermann, Timo Jankord, Jürgen Jankord, Saskia Witkop, Claudius Nieß, Gerd Kisfeld, Johann-Georg Kisfeld, Gerd Kisfeld und Georg Krimphove. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Einweg-Becher aus Pappe gibt es in der Bäcker-Gilde nicht mehr. Dafür bieten die Betriebe ihren Kunden jetzt den neuen Gildebecher an. Die erste Kaffeefüllung beim Kauf eines solchen Mehrwegbehälters ist kostenlos.

Von Gabriele Hillmoth

Pappbecher adé: Vorbei sind die Zeiten, dass die Gilde-Bäcker in Münster ihren Kunden den Kaffee in Einwegbechern verkaufen. Am Montag präsentierten die Handwerksbetriebe der Bäcker-Gilde offiziell ihren neuen „ Gildebecher“. Sechs Euro kostet der schicke Becher aus Edelstahl mit dem goldenen Brezel der Gilde aufgedruckt. Das Bonbon der Bäcker für die Kunden: „Die erste Kaffeefüllung ist beim Kauf gratis.“

"Mehrweg to go für den Umweltschutz"

„Mehrweg to go für den Umweltschutz“, lautet das Motto der Bäcker-Gilde in Münster, die damit nach eigenen Angaben zu den Vorreitern eines solchen Bechers gehört.

„Wir haben uns schon immer darüber geärgert, wenn leere Pappbecher über die Straße fliegen“, blickt Obermeister Georg Krimphove, zurück. Ein Müllberg mit Pappbechern in sechsstelliger Größenordnung soll damit der Vergangenheit an­gehören.

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Bäckermeister Jürgen Jankord hatte vor eineinhalb Jahren die Idee, den Gildebecher aus Edelstahl auf den Markt zu bringen. Etwas umfangreicher sei die Behördenhürde gewesen, so die Handwerksmeister. Die Lebensmittelüberwachung und selbst das Umweltministerium redete ein Wörtchen mit.

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Der Verbraucher muss ein Stück Verantwortung übernehmen.

Georg Krimphove

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Ursprünglich hatten sich die Bäcker jeweils einen Bechertausch vorgestellt, doch damit seien die Behörden nicht einverstanden gewesen, so Georg Krimphove. Jetzt ist jeder Kunde für die Sauberkeit seines eigenen Bechers selbst verantwortlich. Die Mitarbeiter in den Bäckereien nehmen den Becher nur entgegen, füllen ihn und geben ihn wieder zurück. „Der Verbraucher muss ein Stück Verantwortung übernehmen“, erklärt der Obermeister der Gilde.

Jürgen Jankord testete den Prottypen über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren. Das Modell hat die Prüfung bestanden. „Selbst auf den Kopf gestellt bleibt der Becher noch dicht.“

Aber der Kaffeebecher glänzt nicht nur durch seine Robustheit, sondern auch durch sein Design. Das neue Modell trägt verschiedene Motive aus Münster, wirbt Jürgen Jankord. Verantwortlich für das Aussehen der Motive und der Geschenkverpackung ist Saskia Witkop von der Stadtbäckerei Münster.

4000 Becher zum Start

4000 Becher bringt die ­Gilde im ersten Anlauf zusammen mit ihrem Kooperationspartner, der Einkaufsgenossenschaft der Bäcker und Konditoren (Ebäcko), auf den Markt, weitere 4000 sind bereits bestellt. „Aber natürlich können die Kunden auch künftig ihren ­Kaffee wie bisher schon in ihrem eigenen Mehrweg-Becher in unseren Geschäften kaufen und genießen“, sagt die stellvertretende Obermeisterin, Barbara Alt­rogge.

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