Mo., 27.03.2017

Prozess vor dem Verwaltungsgericht Rechtsstreit um Schalldämpfer

Das Verwaltungsgericht in Münster. Foto: Kwiatkowski

Das Verwaltungsgericht in Münster Foto: Julia Kwiatkowski

Münster - 

Weil die Polizei ihm keinen Schalldämpfer erlaubt, klagt ein Hobby-Jäger aus Münster vor dem Verwaltungsgericht.

Von Dirk Anger

Ob der Waidmann aus Münster die waffenrechtliche Erlaubnis zum Erwerb eines Schalldämpfers für seine Jagdbüchse bekommt, steht noch nicht fest. In der mündlichen Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht schien am Montag noch keine Tendenz erkennbar, wie es hieß. Der in Münster wohnende Hobby-Jäger hatte im August 2015 beim Polizeipräsidium Münster eine Genehmigung für einen Schalldämpfer mit der Begründung beantragt, er habe in der Vergangenheit bereits ein Knalltrauma erlitten und wolle sein Gehör nicht weiter schädigen.

Deshalb lehnte die Polizei den Antrag ab

Doch da wollte die Polizei nicht mitspielen und lehnte diesen Antrag wenige Wochen später ab: Der vom Kläger angestrebte Schutz des Ohrs könne auch durch andere Mittel erreicht werden, etwa durch einen Gehörschutz aus Schaumstoff, einen Kapselgehörschutz oder einen an das Ohr angepassten, speziellen Gehörschutz für Jäger.

Münsteraner klagt

Außerdem könnten Schalldämpfer nur im Ausnahmefall genehmigt werden, so die Begründung der Polizei. Schließlich entfalle bei Verwendung eines Schalldämpfers der durch den Schussknall eintretende Warneffekt für den Menschen. Mit dieser Argumentation wollte sich der Münsteraner aber nicht zufrieden geben und reichte Klage beim Verwaltungsgericht ein. Auch über einen ähnlich gelagerten Fall aus dem Kreis Borken wurde am Montag verhandelt, aber noch nicht entschieden.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4731363?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F4847808%2F4847809%2F