Mi., 12.04.2017

„Das ist mal eine revolutionäre Idee“ Eine zweite Promenade für die Stadtteile

Die Promenade ist ein Erlebnisraum. 

Die Promenade ist ein Erlebnisraum.  Foto: Günter Benning

Münster - 

Die Idee war für viele Leser einfach nur gut. Ein zweiter Promenadenring, der die Stadtteil mit Münsters Zentrum verbindet. Dr. Norbert Allnoch stellte sie jetzt vor. Die Reaktionen waren überwältigend.

Von Günter Benning

„Das ist mal eine revolutionäre Idee.“ Achim Hennecke ist Geschäftsführer von Naviki, dem Online-Routenplaner für Fahrradfahrer. Die Idee, von der er spricht, ist eine Karten-Skizze, die der Energie-Experte Dr. Norbert Allnoch am Mittwoch in dieser Zeitung vorgestellt hat: Ein zweiter Promenadenring, der sich um Münsters Stadtkern herumbewegt. Er würde die Stadtteile verbinden und durch speichenförmige Verbindungen mit der ersten Promenade verlinkt sein.

Hier kann man bereits jetzt Münster umrunden. Eine Route, die im Fahrradroutenplaner www.naviki.org entstanden ist.

Hier kann man bereits jetzt Münster umrunden. Eine Route, die im Routenplaner Naviki.org entstanden ist. Foto: www.naviki.org

Zahlreiche Leser haben darauf reagiert, geradezu euphorisch: Eine Verbindung der Stadtteile zur Innenstadt über Radwege, hält etwa Dietmar Wirtlitsch, für „dringend erforderlich“: „Abseits vom Verkehrslärm durch Grünzonen – so lässt es sich stressfrei zur Arbeit fahren.“ Viele E-Biker würden aufs Auto verzichten, wenn sie eigene Trassen hätten.

Ruth Zirpins begrüßt die zweite Promenade: „Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass sie nicht über große Strecken durch einsame Gegenden wie Wald oder Maisfelder führt. So etwas wäre angstbehaftet.“

Diese Trasse gibt es – als Güterverkehrsstrecke. Ein begleitender Radweg würde eine Münster-Umrundung deutlich vereinfachen.

Diese Trasse gibt es – als Güterverkehrsstrecke. Ein begleitender Radweg würde eine Münster-Umrundung deutlich vereinfachen. Foto: Jürgen Christ

„Vor allem der Freizeitwert wäre immens!“, meint Matthias Dooley.

Allerdings gibt es auch warnende Stimmen: „Ich finde die Idee gut, aber die Stadt sollte eher mal das bestehende Netz dem Verkehrsaufkommen anpassen, anstatt Geld in ein neues Leuchtturmprojekt zu investieren“, meint Lisa Beckmann.

Für Norbert Allnoch, der mit der Idee in die Öffentlichkeit ging, ist das alles nur Bestätigung. „Man braucht die Unterstützung der Wirtschaft für ein solches Projekt“, ist er sicher. Schließlich habe der Ring für sie und ihre Mitarbeiter viele Vorteile. Allnoch weiß, dass schon heute viele Wege die Umrundung Münsters erlauben. Ihm geht es aber darum, einen eigenen Erlebnisraum mit klarem Profil zu kreieren. So wie es heute die Promenade ist. „Wenn es auf dem Weg nette Gastronomie gäbe, sind etliche Radausflüge gesichert“, weist Leserin Linda Schürmann auf die Lifestyle-Komponenten der Promenaden-Idee. 

Dr. Norbert Allnoch mit seinem leicht improvisierten Plan von einem zweiten Promenadenring.

Dr. Norbert Allnoch mit seinem leicht improvisierten Plan von einem zweiten Promenadenring. Foto: Günter Benning

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Trasse wäre ideal

Der Münsteraner Dr. Norbert Allnoch hat die Idee vorgestellt, zur Förderung des Radverkehrs in Münster einen komfortablen und schnellen Radweg zu schaffen, der einmal rund um Münster geht. Für den Süden und Osten des Stadtgebietes gibt es eine Trasse, die sich dafür geradezu anbietet, und zwar die Umgehungsbahn. Konkret: Wenn es gelänge, einen Radweg parallel zum Bahngleis zu bauen, so könnte man für Radler kreuzungsfreie Wegebeziehungen schaffen, die Mecklenbeck, das Brunnenviertel, Berg Fidel, die Loddenheide, Gremmendorf, St. Mauritz und Mariendorf miteinander verbinden. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass vermutlich sehr viel investiert werden müsste, weil bei zahlreichen Brücken geprüft werden müsste, ob die vorhandene Breite ausreicht. Beim Blick auf die Karten sind dies die Brückenbauwerke Kappenberger Damm, Kriegerweg, Lechtenbergweg, Dortmund-Ems-Kanal-Kanal, Höltenweg, Albersloher Weg, Heumannsweg, Wolbecker Straße, Haus-Kleve-Weg, Pleistermühlenweg, Prozessionsweg, Warendorfer Straße, Umgehungsstraße, Dyckburgstraße und Dingstiege. // Klaus Baumeister


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