Fr., 21.04.2017

Autoren stellen neue Werke über das Nachbarland vor Die Freiheit ist den Niederländern wichtig

Autoren stellten am Zen­trum für Niederlande-Studien ihre neuen Werke vor (v.l.): Geschäftsführer Markus Wilp mit Ute Schürings und Tilmann Bünz.

Autoren stellten am Zen­trum für Niederlande-Studien ihre neuen Werke vor (v.l.): Geschäftsführer Markus Wilp mit Ute Schürings und Tilmann Bünz. Foto: kel

Münster - 

Im Zen­trum für Niederlande-Studien stellten zwei Kenner des kleinen Nachbarlandes nun ihre neuen Bücher vor.

Von Max Keldenich

Was verbinden die Deutschen eigentlich mit den Niederlanden? In erster Linie gibt es dort schöne Strände, geheimnisvolle Grachten und eine Fußballmannschaft in orangen Trikots, die früher für blitzschnellen Offensivfußball stand. „Den aktuellen Ministerpräsidenten kennen aber längst nicht alle Leute“, behauptet Markus Wilp.

Der Politikwissenschaftler ist Geschäftsführer am Zen­trum für Niederlande-Studien, das am Donnerstagabend zwei Kenner des kleinen Nachbarlandes zu Gast hatte. Der Fernsehjournalist Tilmann Bünz und Ute Schürings, Trainerin für interkulturelle Kommunikation, stellten ihre neuesten Werke zu den Niederlanden vor.

Schürings, die Workshops zum Verständnis der niederländischen Kultur anbietet, beschäftigt sich in ihrem Buch „Benelux – Porträt einer Region“ auch mit Belgien und Luxemburg. „Häufig wird diese Region in Deutschland als einheitlich wahrgenommen, obwohl hier eine kulturelle und historische Bruchlinie verläuft“, erklärt sie. Insbesondere die Unabhängigkeit und Freiheit sei für die Niederlande wichtig, auch wenn das traditionelle liberale Verständnis durch den Aufstieg von Rechtspopulisten zuletzt Schaden genommen habe, so Schürings.

Tilmann Bünz, der als junger Mann zwei Jahre in den Niederlanden lebte, porträtiert in seinem Buch „Fünf Meter unter dem Meer – Niederlande für Anfänger“ Bürger des Nachbarlandes. Er hat dabei viele faszinierende Entdeckungen gemacht, stellt aber immer wieder fest, dass das deutsch-niederländische Verhältnis asymmetrisch sei. „Deutschland hat für die Niederlande wegen seiner Größe und Wirtschaftskraft eine ganz andere Bedeutung“, sagt Tilmann Bünz.

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