So., 23.08.2015

Minister Duin Münster als Labor für junge Start-ups

Minister Duin in Münster. 

Minister Duin in Münster.  Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Sie sollen Motor einer neuen wirtschaftlichen Entwicklung werden, gelten als Sinnbild einer neuen Mentalität: Gründer, die ihre Ideen in Startups verwirklichen. Münster beherbergt schon jetzt viele dieser jungen Unternehmen. Die Stadt könnte sogar ein Hort für Gründer werden, malt NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin aus.

Von Hilmar Riemenschneider

Uni und Fachhochschule, Experten und bestehende Netzwerke, die Nähe zum Mittelstand bilden nach seiner Darstellung das ideale Umfeld für einen solchen Knotenpunkt. „ Münster hat sehr gute Chancen, ein solches Labor zu eröffnen“, lockte Duin am Freitagabend bei einer Diskussionsrunde der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in den Räumen der Unternehmensgruppe Aschendorff .

Es ging um die Frage, wie fit der Wirtschaftsstandort für die Umbrüche durch die Digitalisierung ist. Duin: Die Stadt muss sich anstrengen, muss sich um eines der fünf Gründer-Zentren bewerben. „Diese ausgestreckte Hand werden wir gerne ergreifen“, so SPD-Oberbürgermeisterkandidat Jochen Köhnke.

Gründer, die in Münster Geschäftsideen erproben oder erfolgreich verwirklicht haben, suchten solche Möglichkeiten, berichtete Timo Broek , der für die Unternehmensgruppe Aschendorff Kontakt zu Startups aufbaut. Viele Gründer suchten einen Draht zu größeren Unternehmen. Ein Gewinn für beide Seiten: „Die Flexibilität, die ein Startup hat, können große Unternehmen nicht aufbringen“, meinte Broek. Für das Medienhaus Aschendorff gehe es etwa um die Bewertung, in welche Nachrichtenkanäle investiert wird.

Ohne Fremdkapital ist das münsterische Unternehmen Budelmann Elektronik gewachsen, so Geschäftsführerin Jeannine Budelmann. Heute entwickelt und produziert die Firma mit zehn Mitarbeitern elektronische Systeme. Budelmann betonte, an Hochschulen fehlten noch Experten für die Digitalisierung. Deshalb fehlten den Schülern und nachwachsenden Fachkräften das Wissen um die grundlegenden Prinzipien, die hinter den digitalen Medien stehen.

Für kleine Unternehmen existierten kaum integrierte Lösungen, die eine Digitalisierung von Geschäftsprozessen ermöglichen. Genau hier könne es helfen, wenn sich die Firmen vernetzen, sagte Duin.

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