Mi., 09.12.2015

„SenseBox“ gewinnt bei Wettbewerb Bürger messen ihre Umwelt

Eine Schülergruppe nimmt die Technik der „SenseBox“ unter die Lupe.

Eine Schülergruppe nimmt die Technik der „SenseBox“ unter die Lupe. Foto: wwu/igfi

Münster - 

Bürger können Umweltdaten messen, die automatisch in eine Karte einfließen. Das ist das Prinzip der „SenseBox“. Mit ihr gewannen Geoinformatiker beim Wettbewerb „Bürger schaffen die Zukunftsstadt“.

Dass die „SenseBox“ so erfolgreich wird, haben die Geoinformatiker der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) beim Projektstart 2014 nicht vorhergesehen. Inzwischen seien rund 100 Boxen bundesweit im Einsatz, unter anderem in Schülerlabors und Museen, heißt es in einer Pressemitteilung der WWU.

Laien können mit der Box – einem Bausatz für stationäre und mobile Sensoren – ohne großen Aufwand selbst Klimadaten messen. Nun wurde das Projekt zum Gewinner des Wettbewerbs „Bürger schaffen die Zukunftsstadt“ gekürt. Damit verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von 2000 Euro zur Weiterentwicklung der „Sense-Box“.

Der Wettbewerb war im Wissenschaftsjahr 2015 auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von der Wissenschaftsorganisation „Wissenschaft im Dialog“ (WiD) ausgeschrieben worden.

Die Sensoren in der Box erheben unter anderem Umweltdaten über Licht, Klima, Verkehrsaufkommen und Lärmbelästigung. Diese Daten werden auf einer Karte online sichtbar gemacht und sind für jeden zugänglich. Da Bürger bei der Datenerhebung einbezogen werden, erreicht das Projekt eine höhere Messdichte als viele Umweltbeobachtungen durch öffentliche Einrichtungen.

Das Projekt überzeugte laut WiD besonders mit dem starken Einbezug der Öffentlichkeit in die Entwicklung. Die Mitforschenden zögen außerdem einen hohen Nutzen aus der Erhebung von Daten aus der eigenen Umgebung und dem großen Gestaltungsspielraum bei der Entwicklung eigener Forschungsfragen. Die Onlinekarte der „SenseBox“ visualisiere Zustände, aber auch Herausforderungen für die Städte. Sie motiviere Bürger, die unsichtbare städtische Umwelt und ihre Bedingungen zu erforschen. Das berge auch das Potenzial, in der Stadt selbst gestalterisch aktiv zu werden. Das Ministerium fördert das Projekt „Sense-Box“ im Rahmen der Initiative „Make Light“.

Thema des Wissenschaftsjahres 2015 ist die „Zukunftsstadt“. Im Fokus stehen gesellschaftliche Herausforderungen wie klimaangepasstes Bauen, Wohnen, Energie und Mobilität.

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