Di., 15.12.2015

Erneut wurden Stolpersteine verlegt Gedenken an NS-Opfer

Stolpersteine der Familie Albert Gumprich wurden jetzt

Stolpersteine der Familie Albert Gumprich wurden jetzt Foto: Peter Schilling

Münster - 

Der Künstler Gunter Demnig hat sechs Stolpersteine für die deportierte jüdische Familie Albert Gumprich im Südviertel verlegt.

Im Beisein der Paten verlegte Demnig, der Initiator der Stolpersteine, die Erinnerungssteine der Familie Gumprich an der Südstraße 44, dem letzten frei gewählten Wohnsitz der Familie, heißt es in einer Pressemitteilung.

Unterschiedlicher konnten sie nicht sein, die Gedenkblätter des Jahres 2015, die zuvor in der Villa ten Hompel vorgelesen wurden. Monika Siemonsmeier stellte die von Dr. Birgit Ebbert erstellte Lebensgeschichte der Familie Albert Gumprich vor. Otto Gertzen erinnerte an Kurt Christian Heinrich Peters, der nach seinem Theologie-und Philosophiestudium in den Niederlanden wegen seiner Unterstützung von Verfolgten in Scheveningen erschossen worden war.

Im vergangenen Schuljahr hatten Schüler der Geschwister-Scholl-Realschule in Münster Gedenkblätter von jüdischen Deportierten geschrieben. In einem Wechselgespräch stellte der verantwortliche Lehrer Michael Nolte mit seinem Schüler Semi Cakmak das Leben von Carl Waldeck vor. „Gab es denn kein Entkommen?“, war die letzte Frage des Gesprächs.

Der vergessene Kommunist Heinrich Buchzik aus Rheine stand im Mittelpunkt der Masterarbeit von Andre Schaper. Wegen seiner politischen Einstellung wurde Heinrich Buchzik von der Ortspolizei verfolgt, in „Vorbeugehaft“ genommen, nach Dachau überstellt. In der „Euthanasie-Anstalt“ Schloss Hartheim bei Linz wurde er ermordet, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Stolperstein-Initiative Warendorf mit dem verantwortlichen Historiker Matthias M. Ester beschloss die Lesung mit der Vorstellung der Gedenkblätter von Pater Markötter und der Familien Paul Spiegel und Ansbacher. Mitglieder der Familie Ansbacher waren in den 1930er- Jahren nach Südamerika emigriert. Nachkommen von ihnen besuchten Warendorf in diesem Jahr.

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