Mo., 15.02.2016

Gesamtschule Mitte Bau wird deutlich teurer

Unter anderem wegen der archäologischen Grabungen am Bauplatz in Münsters historischer Keimzelle wird  die Gesamtschule Mitte deutlich teurer als erwartet.

Unter anderem wegen der archäologischen Grabungen am Bauplatz in Münsters historischer Keimzelle wird  die Gesamtschule Mitte deutlich teurer als erwartet. Foto: kal

Münster - 

Die Neubauten der Gesamtschule Mitte an der Jüdefelderstraße werden deutlich teurer als bisher kalkuliert. Baudezernent Matthias Peck informiert am Montag die Ratspolitiker.

Von Karin Völker

Die gute Nachricht: Zu Verzögerungen wird es beim Um- und Ausbau der Gesamtschule Münster-Mitte an der Jüdefelderstraße voraussichtlich nicht kommen. Die schlechte: Das Bauprojekt wird der Stadt wohl erheblich teuerer zu stehen kommen, als geplant. 17,6 Millionen Euro sind durch Ratsentscheidungen gedeckt.

Nachdem für die Schulmensa Richtfest gefeiert wurde, zeige sich nun, dass das Bauprojekt nicht für diesen Preis realisiert werden könne, sagt der Sozialdezernent der Stadt Münster, Matthias Peck. Es geht offenbar um mehr als eine Million Euro. Peck wird am heutigen Montag (15. Februar) die Sprecher der Ratsfraktionen für Bau und Schule über Details informieren.

Eine neue Ratsvorlage dazu sei in der Abstimmung in den Ämtern der Verwaltung, sagt Peck.

Beim Richtfest vor gut vier Wochen hatte er den Bau als „Operation am offenen Herzen“ bezeichnet. Dies zum einen wegen der Lage mitten in der Innenstadt auf einem sehr knapp bemessenen Gelände. Die bei Bauprojekten in der Altstadt stets vorgeschriebenen archäologischen Grabungen brachten reiche Funde aus der sehr frühen Stadtgeschichte. Sprich, die Grabungen verschlangen erheblich mehr Geld als eingeplant.

Kostenträchtig seien auch die Umbauten an den beiden denkmalgeschützten Altbauten, der über 100 Jahre alten Überwasserschule und der in den 60er-Jahren errichteten Paul-Gerhardt-Realschule, die zurzeit ausläuft. Die Gesamtschule wächst mit vier Parallelklassen pro Jahrgang nach. „Bei Altbauten weiß man nie, was kommt“, sagt Peck.

Und die Bauarbeiten müssen immer detailliert mit dem Schulbetrieb abgestimmt werden“, ergänzt er. „Wenn Klassenarbeiten geschrieben werden, darf nun mal keine Spundwand in den Boden gerammt werden“, erläutert der für das Immobilienmanagement zuständige Dezernent.

Die Mensa, in der 250 Schüler gleichzeitig essen können, soll im Sommer fertig werden. Anschließend soll der 2018 benötigte Oberstufentrakt kombiniert mit einer Turnhalle auf der vormals freien Schulhoffläche in Nachbarschaft des Überwasserschulgebäudes errichtet werden.

Leserkommentare

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3809065?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F