Do., 25.02.2016

Pestizid-belasteter Gerstensaft Verbraucher lassen sich Bier trotzdem schmecken

Glyphosat wurde in 14 Biersorten nachgewiesen.

Glyphosat wurde in 14 Biersorten nachgewiesen. Foto: dpa

Münster - 

In den Köpi-Stuben wurde am Donnerstagmittag wie gewohnt der Zapfhahn aufgedreht. Da war sie längst raus, die Meldung, die alle Freunde des Gerstensafts bedröppelt aussehen ließ. Die Hiobsbotschaft für durstige Kehlen: Deutsche Biere sollen mit dem Pestizid Glyphosat belastet sein.

14 Biersorten wurden im Umweltinstitut München auf Spuren des Unkrautvernichters hin untersucht – und bei allen wurden die Tester fündig.

Franz-Josef Wulff, geläufiger als Bübi, ist der Hausherr der Köpi-Stuben an der Bergstraße. „Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht. Es ist noch kein Thema hier. Bis jetzt haben meine Gäste ihr Bier bestellt“, sagt Wulff. Er meint, dass das Ganze mal wieder aufgebauscht werde, was die Leute doch verunsichere. „Warten wir’s ab. Morgens sind es dann die Brötchen.“

Norbert Gorecki vom Getränkehandel Trinkgut mit nach eigenen Angaben über 1000 Biersorten findet, dass man das Testergebnis natürlich hinterfragen müsse. Beispielsweise dahingehen, was die Landwirte auf die Felder auftragen. „Wenn die Belastung sehr hoch ist, wäre das eine Katastrophe für die Unternehmen.“ Dennoch sei es bei solchen Alarmmeldungen oft die gleiche Diskussion. „Hinterher ist die Belastung so gering, dass sie völlig unbedenklich ist“, so Gorecki, der am Donnerstag von einem Rückzug der Biertrinker nichts spürte. Keine Gefahr für die Gesundheit der Verbraucher sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung.

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