Mo., 22.08.2016

Forscher-Camp an der Uni Kreative Umweltforscher

Forscher-Camp am Geoinstitut: Mit Thomas Bartoschek (l.) tüfteln diese Schüler an einer Wetterstation.

Forscher-Camp am Geoinstitut: Mit Thomas Bartoschek (l.) tüfteln diese Schüler an einer Wetterstation. Foto: hpe

Münster - 

36 Schüler aus ganz Deutschland sind aktuell am Institut für Geoinformatik in einem Forscher-Camp aktiv. Sie basteln und programmieren beispielsweise eine Wetterstation und eine Boje, mit der die Wasserqualität getestet werden kann.

Von Helmut P. Etzkorn

Eine selbst gebaute Wetterstation meldet authentische Messwerte direkt vom Campus per digitaler Sprachsteuerung. Eine Boje mit Sensoren erforscht die Wasserqualität, und im Mini-Musterhaus erfassen Sensoren die aktuelle Anzahl der Bewohner und regeln dementsprechend die Wohnungstemperatur: 36 Kinder und Jugendliche entwickeln seit Sonntag beim Programmier- und Tüftelmarathon des Uni-Instituts für Geoinformatik eigene Technologieprojekte und sollen spielerisch lernen, wie sich mit digitalen Codes und Sensoren die Umwelt erforschen lässt.

„Die Schüler erfahren, wie viel Spaß das Programmieren machen kann und warum der kreative Umgang mit den digitalen Technologien sinnvoll ist“, so Geo-Informatiker Thomas Bartoscheck von der Uni Münster . Seit zehn Jahren koordiniert er die Aktivitäten für Schüler am Institut und im Mittelpunkt steht das Bemühen, mehr junge Menschen für das Informatik-Studium zu begeistern. „Anfangs haben wir noch über die Möglichkeiten von Google-Maps gestaunt, später wurden eigene Karten am Computer entwickelt und in diesem Jahr bieten wir erstmals ein Forscher-Camp an“, so Bartoschek.

48 Stunden lang werden in kleinen Teams Messgeräte entwickelt und in der Praxis gleich ausprobiert. Die Schüler sind zwischen zehn und 18 Jahre alt, ihre Freizeit verbringen sie im kleinen Zeltlager auf einer Wiese direkt vor dem Geo-Institut an der Heisenbergstraße.

Gemeinsame Basis für alle Akteure ist eine Box, die von Bartoschek und seinen Kollegen am Institut entwickelt wurde. Der „Bastelbaukasten“ hat alles vom Mikrocontroller über Batterien bis zur Netzwerkkarte für den Internetzugang und einer Vielzahl von Sensoren an Bord. „Man kann beispielsweise Luftveränderungen dokumentieren oder Verkehrszähler programmieren. Daten, die helfen können, die Umwelt positiv zu beeinflussen“, so Bartoschek.

Die Teilnehmer am Forscher-Camp kommen aus ganz Deutschland . Münster ist mit dem Ratsgymnasium, dem Kardinal-von-Galen-Gymnasium und dem Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium vertreten. Die innovativsten Ideen werden zum Ende des Projekts am heutigen Dienstag mit Preisen belohnt.

Camp-Idee und Box selbst sind schon national ausgezeichnet. Das Bartoschek-Team bekam den „Code Week Award 2016“, ausgelobt von der Technologiestiftung Berlin und Samsung Electronics, zugesprochen.

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