So., 02.10.2016

Verein Familienhaus am UKM hilft seit 20 Jahren Geburtstagsfeier mit Ute Lemper

Ute Lemper (r.), die international bekannte und aus Münster stammende Sängerin, würdigte bei der Feierstunde die Arbeit des Vereins Familienhaus, der sich um die Angehörigen kranker Kinder kümmert.

Ute Lemper (r.), die international bekannte und aus Münster stammende Sängerin, würdigte bei der Feierstunde die Arbeit des Vereins Familienhaus, der sich um die Angehörigen kranker Kinder kümmert. Foto: Oliver Werner

Münster - 

20 Jahre Familienhaus am Universitätsklinikum Münster – Bewohner, Förderer und ehrenamtliche Helfer feierten am Wochenende den runden Geburtstag des Vereins. Prominentester Gratulant war Weltstar Ute Lemper. Die Sängerin und Schauspielerin gehörte von Anfang an zu den Unterstützern.

Von Judith Kerstgens

Was am 11. Oktober 1996 mit der Eröffnung der Einrichtung offiziell begann, war schon viele Jahre zuvor zu einem Herzenswunsch der Vereinsgründerin und Vorsitzenden Monika Schlattmann geworden. „Ich wollte einen Ort der Ruhe und Entspannung schaffen, in dem Patienten und deren Angehörige sich wohlfühlen und Kraft tanken können“, sagt sie. Eine Idee, die sich ohne finanzielle Spenden und ehrenamtliche Unterstützer nie hätte realisieren lassen. Am Anfang ging es primär darum, Aufmerksamkeit zu erregen, erinnert sich Ute Lemper : „Wir haben deshalb ein Benefizkonzert im Theater veranstaltet.“

Für Lemper ist klar, dass der erfolgreiche Aufbau und die Führung der Einrichtung ohne das außergewöhnliche Engagement von Monika Schlattmann nicht möglich gewesen wäre: „Sie hatte diese Vision. Das alles ist aus ihrer fast schon übermenschlichen Kraft entstanden.“ Nach der Eröffnung deutete sich schnell an, dass die Nachfrage deutlich höher war als zunächst angenommen. Dem ersten Bauabschnitt folgten daher zwei weitere, heute stehen im Familienhaus rund 40 Appartements zur Verfügung. Die Bewohner, Eltern und Geschwister eines schwer kranken Kindes oder Jugendlichen, unterstützen sich gegenseitig: „Neben der räumlichen Nähe zum Kind ist es für die Eltern wichtig, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die in der gleichen Extremsituation sind wie sie und ihre Ängste und Gefühle besser verstehen“, so Prof. Claudia Rössig, Direktorin der Kinderonkologie des UKM. Deshalb sei das Familienhaus mit seinem eigenen „Spirit“ für Betroffene unverzichtbar.

Trotz allen Erfolgs hat das Team des Familienhauses große Pläne für die Zukunft: „Wir wollen noch mehr“, lacht Monika Schlattmann. Das Ziel sei es, die Anzahl der Zimmer durch einen weiteren Anbau zu vergrößern. „Dann müsste ich nicht mehr der Hälfte der Familien absagen, die einen Platz bei uns anfragen“, so Geschäftsführer Simon Schlattmann.

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