Do., 01.12.2016

Entertainer Martin Rütter gibt Hundehaltern Tipps Wenn Bello beim Gassigehen trödelt

Tipps für den richtigen Umgang mit Hunden gab Entertainer und Hundetrainer Martin Rütter in der Halle Münsterland.

Tipps für den richtigen Umgang mit Hunden gab Entertainer und Hundetrainer Martin Rütter in der Halle Münsterland. Foto: kel

Münster - 

Hundetrainer und Entertainer Martin Rütter gab Hundehaltern bei einem Gastspiel in der Halle Münsterland praktische Tipps mit auf den Heimweg.

Von Martin Kalitschke

Auch Menschen, die keinen Hund besitzen, haben diesen Satz vermutlich schon häufiger bei einigen Waldspaziergängen gehört. „Jaa, wo isser denn?“, fragen viele Hundehalter, wenn sie ihr liebstes Tier suchen. Der ausgewiesene Hundetrainer und Entertainer Martin Rütter kann diese Frage nicht ausstehen und macht daraus auch keinen Hehl. „Das ist der sinnloseste Satz überhaupt. Sie fragen ihren Partner ja auch nicht, wenn er betrunken nach Hause kommt, ja, wo isser denn?“, erklärt Rütter und bringt das Publikum damit zum Lachen. Der ständige Wechsel zwischen ernster Hundeerziehung und witzigen Alltagsanekdoten ist es, was seinen Auftritt am Mittwoch in der Halle Münsterland ausmacht. Über zwei Stunden unterhält er das Publikum mit Tipps, Tricks und Witzen zu einem der beliebtesten Haustiere in Deutschland.

Gleich zu Beginn nennt Rütter eine seiner Kernthesen. „Hundetraining ist keine Raketenwissenschaft. Aber von selbst erziehen sich Hunde nicht.“ Es gebe zwei Arten von Hundebesitzern: Die einen reden sich das Fehlverhalten ihres Tieres schön, die anderen weisen penetrant auf alles hin, was ihnen nicht passt. Die Probleme mit dem vierbeinigen Tier sind so alltäglich wie banal. „Welcher Hund trödelt beim spazieren gehen?“, fragt Rütter das Publikum. Nicht wenige Zuschauer heben ihre Hand.

Für seinen Vortrag hat Rütter die Bühne zu einer fiktiven Hundeschule umgestalten lassen. Ohnehin ist dieser Hundetrainer ein Tierpädagoge der besonderen Sorte. Er erklärt den Zuschauern den richtigen Umgang mit ihrem Tier anhand von 26 Schlagwörtern.

Der menschliche Charakter des Hundes macht den Vortrag von Rütter aus. So erklärt er dem Publikum, dass Dominanz nicht mit Aggression gleichzusetzen sei. „Wenn ein kleines Kind etwas nicht bekommt und seine Mutter angreift, ist es ja auch nicht dominant“, sagt Rütter. Wie ein Mensch sei auch nicht jeder Hund immer dominant.

Rütter war ein begeisterter Fußballspieler und wollte Sportjournalist werden, hatte aber seit seiner frühen Jugend eine Leidenschaft für Hunde. Der Duisburger studierte Tierpsychologie und entwickelte das „Dog Orientated Guiding System“, mit dem er seit 1995 Hunde trainiert. Bekannt wurde er durch die Fernsehserie „Der Hundeprofi“, die seit 2003 auf Vox läuft.

Am Mittwoch verrät er auch, was er nicht mag. „Spielzeug, das quietscht. Es nervt mich einfach.“ Zuneigung für den Hund sei aber ungemein wichtig: Jeder Hundehalter solle mit seinem Hund täglich in den eigenen vier Wänden spielen. „Das verändert ihr Verhältnis zu ihrem Hund. Kommunikation ist auch bei Hunden sehr wichtig“, sagt Rütter dem erstaunten wie erheiterten Publikum, das aus dem Abend einige nützliche Erkenntnisse gezogen haben dürfte.

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