Do., 01.12.2016

„Science-Slam“ im Jovel Brüste  auf  dem Rücken – kein  Vorteil

Der Moderator des Science-Slams, Christoph Tiemann (vorn), mit den Teilnehmern.

Der Moderator des Science-Slams, Christoph Tiemann (vorn), mit den Teilnehmern. Foto: jdu

Münster - 

„Fakten sind wichtiger als Emotionen!“ Das ließ Moderator Christoph Tiemann das Publikum des jüngsten „Science-Slams“ zu Beginn aufsagen. Gerade in diesen postfaktischen Zeiten sei es wichtig, auf die rationale Stimme der Wissenschaft zu hören. Wissenschaftliche Fakten jedoch emotional und humorvoll zu präsentieren, darum ging es beim Slam.

Von Joris Duffner

Der Aufbau: vier Wissenschaftler, zehnminütige Vorträge, eine aus dem Publikum ausgewählte Jury, am Ende ein Gewinner. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Studenteninitiative Weitblick. Alle Einnahmen fließen in Bildungsprojekte im westafrikanischen Benin, Kenia, Kambodscha und Madagaskar.

Der Wettbewerb begann mit dem Chemiker Dr. Tom Felbeck. Felbeck forscht zu fluoreszierenden Nanopartikeln oder, wie er sagte, „Leuchtezeug auf Nanoscheiben“. Neben der Verwendung als leuchtendes Klopapier oder strahlende Schwangerschaftstests haben die Nanopartikel in der Krebsbehandlung durchaus medizinischen Nutzen.

Der Evolutionsbiologe Harald Kullmann widmete sich unter anderem der Frage: „Warum haben Frauen auf dem Rücken eigentlich keine Brüste?“ Nachdem er in seinem Vortrag verbreitete falsche Vorstellungen von der Evolution aufdeckte, sollte noch die Eingangsfrage beantwortet werden. Frauen haben auf dem Rücken keine Brüste, da die richtigen Mutationen hierfür fehlten und schlichtweg kein selektiver Vorteil ersichtlich sei, „mit Brüsten auf dem Rücken Foxtrott zu tanzen“.

Der Marketingstudent Johannes Decker folgte mit seinem Vortrag über Soft Skills und seine Wandlung von unglücklichen Menschen mit wenig Selbstwertgefühl hin zu jemandem, der alles schaffen kann.

Blutig wurde es im letzten Vortrag: Der Mediziner Lukas Bergerhausen erklärte, dass 100 Milliliter Blut so nahrhaft sind wie ein Schokoriegel und dass Mücken die Blutgruppe 0 am besten schmeckt. Das Rennen um den Preis, das Goldenen Gehirns machte Evolutionsbiologe Harald Kullmann.

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