Di., 31.01.2017

Friends Mobil geht auf die Reise Spielen macht Spaß

Spielstunde: (v.l.) Dr. Fritz Baur, DRK-Präsident Westfalen-Lippe, Stefan Richter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Provinzial, Oberbürgermeister Markus Lewe und Dr. Hasan Sürgit, Mitglied des DRK-Vorstands, probieren das Angebot des „Friends Mobil“.

Spielstunde: (v.l.) Dr. Fritz Baur, DRK-Präsident Westfalen-Lippe, Stefan Richter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Provinzial, Oberbürgermeister Markus Lewe und Dr. Hasan Sürgit, Mitglied des DRK-Vorstands, probieren das Angebot des „Friends Mobil“. Foto: Oliver Werner

Münster - 

DRK und Provinzial schicken gemeinsam das „Friends Mobil“ auf die Reise zu Flüchtlingseinrichtungen in Münster: Das Angebot ist für Kinder und Jugendliche gedacht.

Von Martina Döbbe

Wenn der Oberbürgermeister die Ukulele zupft, wenn der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Provinzial ein Zauberhütchen mit glitzernden Sternen aufsetzt und der DRK-Präsident recht melodisch eine Rassel bewegt – dann ist irgendetwas anders als sonst. Und wenn dann noch viele Anzugträger statt Akten zu studieren an Seilen ziehen und einen Ball balancieren, dann ist erst recht etwas anders – nämlich ganz offiziell „Spielstunde“: In der Rüstkammer des Rathauses dürfen am Montagmorgen schon mal die „Großen“ ausprobieren, was künftig die Kleinen erfreuen soll: Musikinstrumente, Spielzeug, Bälle, Theaterutensilien, Malsachen und vieles mehr.

Die bunte Auswahl, die dort präsentiert wird, gehört zum Inventar des funkelnagelneuen „Friends Mobil“ – und das steuert ab April die Unterkünfte in Münster an, in denen geflüchtete Menschen leben. „Kinder und Jugendliche sollen von diesem Mitmach-Angebot profitieren und ihre Freude daran haben“, erläutern Stefan Richter (Provinzial) und Dr. Fritz Baur ( DRK ) das Ziel des gemeinsamen Projektes.

Oberbürgermeister Markus Lewe ist hellauf begeistert. „Nicht jammern, anpacken, etwas tun, das ist vorbildlich“, lobt er die Projektbeteiligten – diejenigen, die die Idee entwickelt und umgesetzt haben ebenso wie die „Teamer“, also diejenigen, die demnächst mit dem Mobil unterwegs sind und vor Ort bis zu sechs Stunden zusammen mit Kindern und Jugendlichen ein abwechslungsreiches Miteinander gestalten möchten.

Spaß-Olympiade, Mitmach-Show, Künstler-Werkstatt – es gibt drei Schwerpunkte in der Ausstattung, wo Mädchen und Jungen ausprobieren können, was ihnen besonderen Spaß macht. „Wir bieten Hilfe, Politik spielt für uns keine Rolle“, macht DRK-Präsident Baur die Motivation seines Verbandes deutlich: „Die persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen stärken, das ist wichtig, das Miteinander der Kulturen fördern“, nennt er Wünsche, die man ganz konkret mit dem „Friends Mobil“ verbinde.

Stefan Richter nennt Zahlen. „Wir gehen zurzeit von rund 1400 Kindern und Jugendlichen in Münsters Flüchtlingseinrichtungen aus. Und wir möchten so viele wie möglich mit diesem Angebot erreichen“, betont der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Provinzial. Es biete „ein Füllhorn von Möglichkeiten“. Und auch die Eltern sollen mit einbezogen werden. So wünscht sich Hajo Mußenbrock, der das pädagogische Spielangebot auf vier Rädern mitentwickelt und auf den Weg gebracht hat, dass zum Beispiel am Ende eines Tages eine Abschlussveranstaltung Mütter und Väter anlockt, um ihnen zu zeigen, was ihr Nachwuchs erlebt hat.

Und ehe schließlich das fein ausgelegte Spielmaterial von der Rüstkammer wieder zurückgebracht wird, schlägt endlich die Stunde der Gäste im Rathaus: „Sie dürfen ausprobieren, der Spaß beginnt“, fordert Mußenbrock sie auf. Da ist Konzentration gefragt: „Schön langsam“, mahnt der OB seine Mitstreiter, „wir sind hier in einer Behörde.“

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