Fr., 03.03.2017

Digital Hub münsterLAND „Kleine, aber feine Startups“

Harfenmusik und ein Mann mit Hut: Thomas Malessa begrüßt die Gäste im Büro des Digital Hubs am Hafenweg 14.

Harfenmusik und ein Mann mit Hut: Thomas Malessa begrüßt die Gäste im Büro des Digital Hubs am Hafenweg 14. Foto: Günter Benning

Münster - 

Sie wollen die Digitalbranche vernetzen. Das Digital Hub münsterLand eröffnet jetzt sein neues Büro im Hafen. Wir sprachen mit Prof. Tobias Kollmann, dem Beauftragten der Landesregierung für die digitale Wirtschaft.

Von Günter Benning

Im Digitalgewerbe ist ja manches gewöhnungsbedürftig. Zum Beispiel Namen: Der „Digital Hub münsterLAND“ eröffnete am Donnerstagabend am Hafen seine neuen Büros. So groß und klein geschrieben, wie es sich Werbemacher heute eben ausdenken. Auch die Namensschilder für die Gäste aus der Digital-Branche waren modisch: groß und fett der Vorname, klein darunter der Nachname. Digital-Hub-Geschäftsführer Thomas Malessa ist also der „Tom“. Wer nicht auf seinen roten Schlips verzichtete, war Prof. Dr. Tobias Kollmann, Beauftragter der Landesregierung für die Digitale Branche. Mit ihm sprach unser Redakteur Günter Benning.

Herr Kollmann, wie ist Ihr Eindruck von der IT-Szene in Münster?

Kollmann: Münster hat eine kleine, aber feine Start-up-Szene. Warum? Weil die Ausbildung an der Universität darauf hinführt. Wir haben eine starke Informatik, Wirtschaftsinformatik und eine starke Wirtschaftswissenschaft. In der Kombination dieser drei Fachrichtungen entstehen Ideen für die digitale Wirtschaft. Münster ist ein guter Standort.

Man hat manchmal den Eindruck, wenn es um Innovation geht, werden zuerst Städte wie Berlin oder München genannt. Münster eher nicht. Teilen Sie den Eindruck?

Kollmann: Das mag den Eindruck machen, wenn man in die Zeitungen schaut. Aber es gibt neben den sehr im Licht der Öffentlichkeit stehenden, an Konsumenten orientierten Startups auch viele, die im Bereich von unternehmerischen Beziehungsgeflechten unterwegs sind. Dort ist der Standort sehr gekoppelt an einen starken Mittelstand und eine mittelständische Industrie. Hier sind Startups gute Kooperationspartner. Dafür muss man nicht in Berlin, Hamburg oder München sitzen. Da ist Nordrhein-Westfalen ein sehr gutes Pflaster, um solche Kombinationen zu ermöglichen. Und Münster hat diesen starken Mittelstand, im Bankenbereich, im Versicherungsbereich. Das ist ein guter Anknüpfungspunkt.

DWNRW Hub – es geht um Kooperation?

Kollmann: Vernetzung ist immer wichtiger. Gerade im Bereich der Digitalisierung ist es für den Einzelnen sehr schwer, eine relevante Reichweite aufzubauen. Es geht uns um entsprechende Kooperationen. Gemeinsam ist man deutlich stärker, als wenn man versucht, allein das Netz zu erobern. Die Abkürzung DWNRW steht für Digitale Wirtschaft Nordrhein Westfalen und ein Hub ist nichts anderes als eine Plattform für die Organisation und Zusammenführung von Startups und Industrie.

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