Mi., 19.04.2017

Zuschlag für Düsseldorfer Büro Hafen-Südseite bekommt eine Promenade

Auch die Südseite des Stadthafens soll in den kommenden Jahren eine repräsentative Uferpromenade erhalten.

Auch die Südseite des Stadthafens soll in den kommenden Jahren eine repräsentative Uferpromenade erhalten. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Ein Düsseldorfer Büro hat den Wettbewerb für die Neugestaltung der Südseite des Stadthafens gewonnen. Clou des Entwurfs sind zwei Sonnenterrassen, die über dem Wasser schweben.

Von Martin Kalitschke

Nach der Nordseite soll nun auch die Südseite des Stadthafens eine repräsentative Promenade erhalten. Der jetzt im Rahmen eines Wettbewerbs ermittelte Siegerentwurf des Düsseldorfer Büros Scape Landschaftsarchitekten sieht als besonderen Clou zwei großzügige Hafenterrassen mit Sitzgelegenheiten vor, die bis über die Wasserober­fläche reichen. Bereits in eineinhalb Jahren, so die Hoffnung im Stadtplanungsamt, könnten die Bauarbeiten beginnen – wenn die Politik zustimmt und das Land die erforderlichen Städtebaufördermittel zur Verfügung stellt.

Anders als auf der Nordseite („Kreativkai“) soll es auf der Südseite keine Außengastronomie geben. Entlang der Gewerbe- und Bürogebäude soll ein Bereich mit großer Verweil- und Aufenthaltsqualität entstehen.

So sollen die Terrassen am Ufer aussehen.

So sollen die Terrassen am Ufer aussehen.

Die Südpromenade, die sich vom Hafenplatz vorbei am Kohlebunker der Stadtwerke, dem Wolfgang-Borchert-Theater und dem aktuell noch genutzten Lehnkering-Gelände bis hin zur Einmündung des Stadthafens 1 in den Dortmund-Ems-Kanal erstreckt, wird trotz der geplanten baulichen Veränderungen ihren industriellen Charakter behalten, betont Andreas Leifken vom Stadtplanungsamt. So werden die Schienen auch in Zukunft sichtbar sein, der Bereich dazwischen wird mit Beton gefüllt. Auch der historische Kran bleibt erhalten, wobei der exakte Standort noch nicht feststeht. Auch der Betonsilo wird stehen bleiben.

Ausgefallene Laternen, die auf den ersten Blick Scheinwerfern ähneln, sollen die mehr als 700 Meer lange und bis zu 15 Meter breite barrierefreie Promenade beleuchten. Entlang der Hafenkante soll ein Geländer für Sicherheit sorgen. Sollten Anlegemöglichkeiten für Schiffe geschaffen werden, würden die Geländer an diesen Stellen unterbrochen.

Mehr zum Thema

Kommentar zum Stadthafen:  Behutsame Entwicklung

B-Side am Hafen: Ohne Zuschüsse platzen Träume

Osmo-Gelände am Hafen: Die erste Halle verschwindet ganz

Im Gegensatz zur Nord­seite scheint die Süd­promenade deutlich schneller voranzukommen – warum? „Im Süden befindet sich fast der gesamte Bereich in der Hand eines Eigen­tümers: der Stadtwerke“, ­erläutert Leifken. Und nach der Verbreiterung des Kanals um neuen Meter soll dann auch noch der Einmündungsbereich Stadthafen/Kanal von der Bundes­wasserstraßenverwaltung an die Stadtwerke übergehen.

Fotostrecke: Sanierung von Rhenus- und Flechtheim-Speicher

Mehrere Millionen Euro wird die Gesamtmaßnahme kosten, wobei die Arbeiten abschnittweise von West nach Ost erfolgen sollen, so Leifken. Die Stadt hofft, dass das Land mit Mitteln aus der Städtebauförderung rund 60 Prozent der Kosten über­nehmen wird.  

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4775665?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F