Fr., 21.04.2017

Deutlich mehr Schwangerschaftsberatungen Flüchtlinge suchen Rat

In Münster ist die Zahl der Schwangerschaftsberatungen deutlich gestiegen.

In Münster ist die Zahl der Schwangerschaftsberatungen deutlich gestiegen. Foto: Matthias Ahlke (Symbolbild)

Münster - 

Einen Anstieg der Schwangerschaftsberatungen um zehn Prozent verzeichnet die Caritas in der Diözese Münster. Im vergangenen Jahr suchten 9291 Frauen, Männer und Paare Rat in den 14 katholischen Schwangerschaftsberatungsstellen, 869 mehr als 2015, wie die Caritas am Freitag in Münster mitteilte.

Grund sei der Anstieg an nach Deutschland geflüchteten Frauen, die in die Beratungsstellen kämen. Fast die Hälfte der Ratsuchenden habe einen Migrationshintergrund, knapp ein Viertel davon stamme aus dem nichteuropäischen Ausland. Ihr Anteil sei um 880 auf 1944 Menschen angestiegen. Allein 866 Frauen stammten aus Syrien.

Die finanzielle Situation sei schon immer der Hauptgrund dafür gewesen, die Schwangerschaftsberatung der Caritas aufzusuchen, sagte die Caritas-Referentin Anne Ruhe. 2016 hätten 82,4 Prozent der ratsuchenden Frauen diesen Grund genannt, 2015 seien es 58,1 Prozent gewesen. Entsprechend sei 2016 auch die Zahl der Anträge auf finanzielle Unterstützung um 346 im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Insgesamt 3303 Anträge auf Unterstützung liefen den Angaben zufolge über die Bundesstiftung Mutter und Kind.

Hier wurden im Schnitt 474 Euro ausgezahlt. Über den Bischofsfonds, der auf 1,413 Millionen Euro aufgestockt worden sei, seien 2282 Anträge bewilligt worden. Hier erhielten die Frauen im Schnitt 619 Euro.

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