Fr., 19.05.2017

Chinesischer Nationalzirkus Grandiose Premiere auf den Aaseewiesen: Atemberaubend und poetisch

Hongkong Hotel heißt die aktuelle Show des Chinesischen Nationalzirkus, der mit spektakulären Beiträgen auf den Aaseewiesen gastiert.

Hongkong Hotel heißt die aktuelle Show des Chinesischen Nationalzirkus, der mit spektakulären Beiträgen auf den Aaseewiesen gastiert. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Über zweieinhalb Stunden gepaarte Eleganz und Musikalität, Kraft und Leichtigkeit, Weltklasseakrobatik und Humor – das war die Premiere „The Grand Hongkong Hotel“ vom Chinesischen Nationalzirkus auf den Aaseewiesen.

Von Maria Conlan

In der Manege waren mehrere Nationen vereint, die generationsübergreifend ihr Publikum begeisterten. Manche Zirkusnummern waren sehr poetisch, andere zum Schreien komisch, wieder andere atemberaubend. An der knisternden Stimmung im Zirkuszelt war zu spüren, dass das gesamte Publikum bei den schwierigen Kunststücken mitfieberte, laut aufstöhnte und anschließend umso lauter jubelte und klatschte. Es wurde mit Äpfeln und Bänken, Vasen und Hüten, Tellern und sogar brennenden Kerzen jongliert. Die Akrobaten turnten elegant auf drehenden Scheiben und gestapelten Stühlen, durch Tonnen und auf Betten.

Mit Charme und Körperbeherrschung

Die Umbauten bewältigte das gesamte Team, mehrere Künstler waren in verschiedenen Zirkusnummern zu bestaunen – und immer wieder faszinierten sie neu mit ihrem Charme und ihrer Körperbeherrschung.

Fotostrecke: Chinesischer Nationalcircus feiert mit Programm „The Grand Hongkong Hotel“ Premiere

Raoul Schoregge, Produzent und künstlerischer Leiter, bewies seine Leitungsqualitäten in der Manege, indem er als Clown lediglich mit Hilfe von Gestik und Mimik das gesamte Publikum dirigierte. Mit langer Menschenschlange vor der Kasse, Popcorn im Vorzelt und chinesischen Flötentönen wurde das Publikum beim Einlass begrüßt. In der Pause gab es sogar chinesisches Bier, Krabbenchips und Frühlingsrollen.

Abwechslungsreiche Vorstellung

Während der Vorstellung wurden die Töne jazziger und international, mal klassisch, mal populär. Abwechslungsreich wie die Musik waren auch die Darbietungen. Handlungsort war ein Hotel – angedeutet durch Betten und Rezeptionstheke, Pianobar und Koffer. Neben dem Klavierspielen beherrschte der Musiker auch den einarmigen Handstand.

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Und durch die Zeltatmosphäre war alles hautnah erlebbar, die Künstler standen sogar für alle Zuschauer am Ende der Vorstellung Spalier. Das jüngste Mitglied der Zirkuscrew thronte beim Schlussapplaus auf den Schultern ihres Vaters. Ihr war anzusehen, dass sie sich im Scheinwerferlicht schon ganz zu Hause fühlte. Sie bildete die Spitze der Menschenpyramide, der krönende Abschluss eines unterhaltsamen und faszinierenden Abends.

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