Mo., 22.05.2017

Hohe Auszeichnung für Bernd Mülbrecht Barmherzigkeit zeigt Gesicht

Eine Büste von Papst Johannes XXIII. bekamen Bernd Mülbrecht (Mitte) und HdW-Mitarbeiter symbolisch von Veronika Hüning und weiteren Pax-Christi-Mitgliedern.

Eine Büste von Papst Johannes XXIII. bekamen Bernd Mülbrecht (Mitte) und HdW-Mitarbeiter symbolisch von Veronika Hüning und weiteren Pax-Christi-Mitgliedern. Foto: klm

Münster - 

Er hat Barmherzigkeit gelebt – der langjährige Leiter des Hauses der Wohnungslosenhilfe Bernd Mülbrecht. Er und sein Team wurden dafür mit dem Papst-Johannes-XXIII-Preis ausgezeichnet.

Von Klaus Möllers

Werke der Barmherzigkeit sind im Matthäus-Evangelium genannt. Dazu zählt, „Hungernde zu speisen, Dürstenden zu trinken zu geben, Nackte zu bekleiden und Fremde aufzunehmen.“ Maria Kube nannte sie und weitere in ihrer Laudatio für Bernd Mülbrecht, den langjährigen Leiter des Hauses der Wohnungslosenhilfe (HdW). Er sei diesem „Auftrag gefolgt“.

Bernd Mülbrecht und das Team der Helfer im HdW wurden am Samstag vom Diözesanverband der Friedensbewegung „ Pax Christi“ mit dem Papst-Johannes-XXIII-Preis ausgezeichnet. Der Preis wurde zum vierten Mal verliehen und ist ausgerichtet an eben diesem Papst (1881 bis 1963), der das Zweite Vatikanische Konzil initiierte. „Friedensliebe und Menschenfreundlichkeit“ seien wichtige Botschaften des Papstes, hieß es bei der Verleihung in der Akademie Franz-Hitze-Haus. Alle Preisträger gäben dem „ein Gesicht in der Gegenwart“.

Maria Kube, Geschäftsführerin des Sozialdienstes Katholischer Frauen, lobte Mülbrecht als jemanden, dem „Menschenwürde“ ein besonders wichtiges Anliegen sei. Er habe sich „39 Jahre und neun Monate“ für die Bischof-Hermann-Stiftung – dem Träger des HdW – und damit für deren soziale Anliegen eingesetzt.

Mülbrecht war von April 1994 bis Juli vergangenen Jahres, als er in Ruhestand ging, Leiter des HdW. Kube erinnerte an Stationen des Hauses – von der Unterbringung in einer alten Lagerhalle an der Hafenstraße 33 bis zum Bau des Hauses an der Bahnhofstraße 62 sowie die Weiterentwicklung der Angebote für Wohnungslose.

Sie nannte Projekte, die von Mülbrecht und seinem Team angestoßen und verwirklicht worden seien. Darunter eines speziell für wohnungslose chronisch psychisch Kranke („Pension Plus“), Kurzzeitübernachtungsmöglichkeiten, die wegen Platzmangels hilfreich gewesen seien, mehr Aufsuchende Sozialarbeit, ein mobiler medizinischer Dienst und den Erwerb und die Instandsetzung von Wohnraum für Nichtsesshafte.

Die Diözesanvorsitzende von Pax Christi, Veronika Hüning, erklärte, Mülbrecht und seine Kollegen hätten „Menschen die Würde wiedergegeben“ oder sie hervorgeholt, „weil sie sie eigentlich in sich tragen“. Die Preisträger hätten solidarisch gehandelt.

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