Sa., 27.05.2017

Streit um die Fassadenmalerei an der Hafenkäserei Jörn Möltgen: BDA-Einfluss begrenzen

Der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtplanung, Jörn Möltgen (Grüne)(Bild links), bedauert, dass Architekten per einstweiliger Verfügung die Entfernung der Fassadenmalerei an der Hafenkäserei (Bild rechts) erzwungen haben.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtplanung, Jörn Möltgen (Grüne)(Bild links), bedauert, dass Architekten per einstweiliger Verfügung die Entfernung der Fassadenmalerei an der Hafenkäserei (Bild rechts) erzwungen haben. Foto: Grüne (Bild links), Oliver Werner (Bild rechts)

Münster - 

Der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtplanung, Jörn Möltgen (Grüne), geht auf Konfrontationskurs zum Bund Deutscher Architekten (BDA) in Münster.

Mit Bezug auf die Forderung des BDA, zukünftig den Gestaltungsbeirat mit der Beratung von Fassadenbemalungen zu beauftragen, äußert Möltgen in einer Pressemitteilung den Verdacht, „dass es hier nicht in erster Linie um die Entwicklung des Stadtbildes, sondern um den alleinigen Schutz der Urheberrechte von Architekten geht“. Eine Vereinnahmung des Gestaltungsbeirates für die Interessen des BDA, „der ja im Gestaltungsbeirat vertreten ist, dürfen wir nicht zulassen“, so sein Appell an die anderen Kommunalpolitiker. Bei stadtbildprägenden Gebäuden werde in Gestaltungsfragen der Beirat ohnehin um eine Stellungnahme gebeten. „Mehr ist nicht drin“, so Möltgen weiter.

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Der Ausschussvorsitzende betont, dass nicht nur die Urheberrechte der Architekten, sondern auch die Interessen der Öffentlichkeit und  Besitzer berücksichtigt werden müssten. Dass Architekten nun per einstweiliger Verfügung die Entfernung der Fassadenmalerei durch die Hafenkäserei erzwungen haben, bedauert Möltgen ausdrücklich. Für die Stadt bedeute dies, dass zukünftig bei architektonischen Auftragsvergaben stärker die Interessen der Öffentlichkeit für die zukünftige Gestaltungsfreiheit berücksichtigt werden müssten, heißt es.

Fotostrecke: Reaktionen auf die Fassade der Hafenkäserei

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