Do., 01.06.2017

Stadt stellt Kita-Jahresbericht 2017 vor 3000 neue Betreuungsplätze sind geplant

Stellten den Kita-Jahresbericht 2017 am Donnerstag vor: Bildungsdezernent Thomas Paal und Jugendamts-Leiterin Anna Pohl.

Stellten den Kita-Jahresbericht 2017 am Donnerstag vor: Bildungsdezernent Thomas Paal und Jugendamts-Leiterin Anna Pohl. Foto: mm

Münster - 

3000 neue Betreuungsplätze für Kinder sind in den nächsten Jahren geplant – mindestens. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeigt der neue Kita-Jahresbericht 2017, den die Stadtverwaltung am Donnerstag vorstellte.

Die Nachfrage nach Kindertagesbetreuungsplätzen ist in Münster anhaltend hoch. „Münster wächst weiter. Seit 2006 sind gut 3000 neue Plätze geschaffen worden. Noch einmal mindestens 3000 weitere Plätze für Kinder von null bis sechs Jahren sind für die kommenden Jahre bereits in Planung“, erläutert Stadtdirektor Thomas Paal die Situation der Kinderbetreuung in Münster.

„In Münster leben aktuell rund 16.500 Kinder unter sechs Jahren. Das sind rund 300 Kinder mehr als im vergangenen Jahr“, so Anna Pohl. „Und die Prognosen gehen von einem weiteren deutlichen Anstieg der Kinderzahl aus.“ Die Stadt müsse die ohnehin schon hohen Anstrengungen beim Ausbau von Plätzen in der Kindertagesbetreuung weiter erhöhen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Mit dem Kindertagesbetreuungsbericht 2017 legt die Stadt eine Liste von Maßnahmen vor, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Um dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in Kindertagesbetreuung in Münster gerecht zu werden, sind aber darüber hinausgehende Schritte nötig.

Der Kindertagesbetreuungsbericht weist für die unter dreijährigen Kinder (U3) eine Quote von 43,1 und für die über dreijährigen Kinder (Ü3) eine Quote von 104,4 Prozent aus. So sei es auch möglich, für die Kinder, die im Laufe des Jahres drei Jahre alt werden oder nach Münster ziehen, Betreuungsplätze zu bieten, erklärt die Stadtverwaltung.

Absolut stehen in Münster 157 zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter drei und 151 Plätze für Kinder über drei Jahren zur Verfügung. Für das kommende Jahr sind 82 U3- und 211 Ü3-Plätze im Bau.

Planung bis 2028

„Die Planungen für neue Plätze reichen bereits bis ins Jahr 2028. Bei jeder neuen Bebauungsplanung werden direkt die benötigten Betreuungsbedarfe angemeldet und Flächen für Kitabauten oder Standorte für Kindertagespflegeangebote reserviert“, erläutert Jugenddezernent Thomas Paal. „Dennoch wünschen wir uns darüber hinaus auch weiterhin engagierte Investoren, die Flächen für möglichst große Kitas bereitstellen – stadtweit, besonders aber in der Innenstadt.“

„Vor dem Hintergrund der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind für Eltern besonders die Betreuungszeiten und deren flexible Handhabung von Bedeutung“, erläutert Jugendamtsleiterin Anna Pohl. Auch in diesem Zusammenhang hält der erfreuliche Trend der letzten Jahre an. Ab dem Kindergartenjahr 2017/2018 wird die Zahl der Über-Mittag-Plätze noch einmal um rund 460 steigen.

Kindertagespflege

„Die Kindertagespflege durch Tagesmütter oder -väter stellt neben den Kitas eine wichtige Betreuungsform gerade für Kinder unter drei dar“, erläutert Pohl mit Blick auf eine weitere Säule in der Kindertagesbetreuung in Münster. Mit 1171 Plätzen deckt die Kindertagespflege im Kindergartenjahr 2017/18 etwa ein Drittel des gesamten U3-Angebotes ab. Seit 2006 sind insgesamt 811 U3-Plätze allein in der Kindertagespflege neu geschaffen worden. 61 davon gehen zum Kitajahr 2017/2018 neu an den Start.

Betriebliche Plätze

Auch die Anzahl der betrieblichen Plätze ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Münster verfügt laut Stadtverwaltung jetzt mit 484 Plätzen über ein gutes Angebot an betrieblichen Betreuungsplätzen und – mit Blick auf die unterschiedlichen Wünsche der Betriebe – über eine breite Angebotspalette.

Flüchtlingskinder

Das vorhandene Konzept zur Tagesbetreuung von Flüchtlingskindern ist auf Basis der Erfahrungen des letzten Jahres weiterentwickelt worden. Für Kinder aus Flüchtlingsfamilien gibt es auch 2017 wieder elf sogenannte Brückenprojekte, die mit Mitteln des Landes finanziert werden. Sprach- und Kulturmittlerinnen sollen in Kitas die Zusammenarbeit von Eltern und Erzieherinnen oder Erziehern in sprachlicher, kultureller und religiöser Hinsicht unterstützen.

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