Münster trauert um Altbundeskanzler
„Europa ohne Kohl nicht zu denken“

Münster -

Münster trauert um den verstorbenen Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl (CDU).

Sonntag, 18.06.2017, 18:06 Uhr

 Über den Westfälischen Friedenspreis in Form eines Pferdes freut sich Altbundeskanzler HelmutKohl am Samstag (27.10.2001) im historischen Rathaus in Münster.
 Über den Westfälischen Friedenspreis in Form eines Pferdes freut sich Altbundeskanzler HelmutKohl am Samstag (27.10.2001) im historischen Rathaus in Münster. Foto: Bernd Thissen/dpa

Für den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Dr. Thomas Sternberg , sei für den großen Politiker und Staatsmann Kohl der christliche Glaube stets Fundament und Orientierung gewesen. „Der europäische Einigungsprozess wurde zu seiner Lebensaufgabe. Auf diesem Fundament hat er mit großem Gespür für die geschichtliche Entwicklung und mit großem Mut zu politischer Verantwortung die Wiedervereinigung Deutschlands maßgeblich gestaltet“, so Sternberg.

Der Vorsitzende der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), Dr. Reinhard Zinkann, zeigte sich „tief betroffen“ vom Tode Kohls, der im Jahr 2000 mit dem Preis des Westfälischen Friedens geehrt worden war. Die WWL habe mit der Auszeichnung die Verdienste Kohls bei der deutschen Wiedervereinigung und der Überwindung der Spaltung Europas honoriert.

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Altkanzler Helmut Kohl gestorben

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  • Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in der DDR jubelten Kohl rund 130.000 DDR-Bürger zu. (Archivfoto vom 20.02.1990)

    Foto: Heinz Wieseler
  • Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) während der Gespräche über deutsch-französische Wirtschaftsfragen im Oktober 1982.

    Foto: Egon Steiner
  • Aus dem Goldenen Hahn der Stadt Münster trinkt Altbundeskanzler Helmut Kohl im Oktober 2001 im historischen Rathaus in Münster den Ehrentrunk.

    Foto: Bernd_Thissen
  • Helmut Kohl in Münster im Oktober 2001.

    Foto: Bernd_Thissen
  • Der französische Präsident Francois Mitterrand (l) und Bundeskanzler Helmut Kohl (r) reichen sich am 22.09.1984 über den Gräbern von Verdun die Hand - ein Symbol für die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland.

    Foto: Wolfgang Eilmes
  • Wiedervereinigung: Bundeskanzler Helmut Kohl (2.v.r.) winkt am 3.10.1990 zum Geläut der Freiheitsglocke von der Freitreppe des Berliner Reichstages. Neben Kohl (von links) Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Hannelore Kohl und Bundespräsident Richard von Weizsäcker.

    Foto: Wolfgang Kumm
  • Archivbild vom 16.08.1996 zeigt den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl und seine Frau Hannelore an ihrem Urlaubsort St. Gilgen mit dem Berner Sennenhund Felix.

    Foto: Stephan Jansen
  • Das Bild vom 21. September 1990 zeigt Bundeskanzler Helmut Kohl im Gespräch mit dem SPD-Ehrenvorsitzenden Willy Brandt anläßlich einer Diskussion über die deutsch-deutsche Vereinigung im Büro des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik, Konrad Adenauer, in Bonn.

    Foto: dpa
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterhält sich am 27.09.2012 im Deutsch-Historischen Museum in Berlin mit Altbundeskanzler Helmut Kohl. Rechts Maike Richter-Kohl, die Frau des Altkanzlers.

    Foto: Wolfgang Kumm
  • Helmut Kohl (l) im Gepräch mit Michail Gorbatschow.

    Foto: dpa
  • Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) sitzt am 16.05.2014 in Oggersheim (Rheinland-Pfalz) im Garten seines Wohnhauses vor einem Originalstück der Berliner Mauer.

    Foto: Uwe Anspach
  • Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) spricht am 26.06.2013 in Berlin bei der Denkmalenthüllung zu Ehren von Käthe Kollwitz.

    Foto: Michael Kappeler
  • Die britische Premierministerin Margaret Thatcher, Bundeskanzler Helmut Kohl und der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan (l-r) am 3. Mai 1985 auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Bonn.

    Foto: dpa
  • Helmut Kohl (r) während seiner Rede am 01.10.1982 vor der geheimen Abstimmung im Bundestag über das konstruktive Misstrauensvotum zum Sturz von Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD, l). Kohl prägte Deutschland über 16 Jahre als Kanzler und die CDU als Vorsitzender während eines Vierteljahrhunderts.

    Foto: Martin Athenstädt
  • Der gestürzte Bundeskanzler Helmut Schmidt (r, SPD) gratuliert seinem Nachfolger Helmut Kohl (M, CDU) im Bundestag in Bonn zu dessen Wahl (Archivfoto vom 01.10.1982).

    Foto: B3503 Jörg Schmitt
  • Bundeskanzler Helmut Kohl (r) während der Debatte über den Beschäftigungsgipfel am 3.11.1997 im Bonner Bundestag mit Bundesarbeitsminister Norbert Blüm.

    Foto: Michael Jung
  • Altkanzler Helmut Kohl gestorben Foto: Ronald Wittek
  • Altkanzler Helmut Kohl gestorben Foto: epa Keystone Martial Trezzini

 

Für Münsters CDU hinterlässt Helmut Kohl große sichtbare Spuren in der deutschen wie auch internationalen Geschichte. Er werde der CDU stets Identifikation und Orientierung bleiben. Kohl sei eine Ausnahmepersönlichkeit mit enormer politischer Intuition, Gestaltungswillen sowie Werte- und Machtbewusstsein gewesen. „Legendär waren seine Wahlkampfauftritte und Parteitagsreden, die viele Menschen faszinierten“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU Münster, Petra Hensel-Stolz, die ihn sowohl im Jahr 1987 im Wahlkampf in Münster als auch bei zahlreichen Parteiveranstaltungen erlebte.

Der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Dietrich Aden, sagt, dass Europa ohne Kohl nicht zu denken sei. „Wir werden sein Erbe weitertragen.“ Kohl habe eine menschliche Größe gehabt, die zum Handschlag von Verdun und zur Versöhnung mit Gorbatschow geführt habe. 

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