Fr., 07.07.2017

Preußen Münster So teuer würde der alte Stadion-Standort an der Hammer Straße für die Stadt

Preußen Münster : So teuer würde der alte Stadion-Standort an der Hammer Straße für die Stadt

Allein für Infraktrukturmaßnahmen müsste die Stadt bei einem Ausbau des Preußenstadions an der Hammer Straße 20 Millionen Euro ausgeben. Foto: Uwe Renners (Archiv)

Münster - 

Drei neue Stadion-Standorte sind in Münster im Gespräch. Jetzt ist auch klar, welche Kosten am alten Standort an der Hammer Straße auf die Stadt zukämen.

Von Dirk Anger

Mehr als 20 Millionen Euro müsste die Stadt am Stadion-Standort Hammer Straße allein für die Infrastruktur aufwenden, sollte die dortige Fußball-Arena für bis zu 20.000 Zuschauer ausgebaut werden. Dieses „grobe Kostenvolumen“ hat die Stadtverwaltung nach Recherchen unserer Zeitung am Montag im Informationsgespräch mit der Politik genannt. Die Summe bezieht sich nur auf Stellplätze für Busse und Autos, Fahrradabstellmöglichkeiten sowie die Herrichtung der Stadionvorflächen etc..

Ausbau-Pläne für den Standort Hammer Straße

Ausbau-Pläne für den Standort Hammer Straße Foto: Grafik: Jürgen Christ

Hinzu kämen die Kosten für den Bau von Tribünen auf der Gegengeraden sowie in den beiden Kurven. Da es sich um ein städtisches Stadion handelt, müsste dessen Ausbau wohl von der öffentlichen Hand bezahlt werden. Wie zu hören ist, dürfte dafür voraussichtlich eine zweistellige Millionen-Summe fällig werden.

Den Grundstückswert des Stadion-Areals an der Hammer Straße samt der Sportflächen beziffert die Stadtverwaltung nach Informationen unserer Zeitung auf rund 42 Millionen Euro.

SPD: Grundstückserlöse für Finanzierung nutzen

Unterdessen hat die SPD auf die Berichterstattung zu den Kosten an drei möglichen Verlagerungsstandorten reagiert. Die Kosten für die Schaffung der Infrastruktur am Stadthafen 2 wird auf 34,6 Millionen Euro beziffert, für den Bereich Steinfurter Straße/Wasserweg sind 45,3 Millionen Euro veranschlagt, beim Hansa-Business-Park in Amelsbüren 49 Millionen Euro.

Standortfavoriten und Kosten

Standortfavoriten und Kosten Foto: colourbox.com, Grafik: Christ

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Diese Zahlen sprechen nach Einschätzung des SPD-Fraktionschefs Michael Jung für den Umzug der Preußen. Das ermögliche weiteres innenstadtnahes Wohnen am Berg Fidel: „Ein sinnvolles Projekt“. Bekanntermaßen will die SPD Erlöse durch den Verkauf des Stadion-Grundstücks an der Hammer Straße zur Finanzierung der Infrastruktur am neuen Stadion-Standort nutzen. „Durch die aktuellen Zahlen fühlen wir uns bestärkt“, so Jungs Bewertung.

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