Nach dem Brand im Londoner Grenfell Tower
Stadt überprüft Dämmung an Hochhaus-Fassaden

Münster -

Der Brand des Hochhauses Grenfell Tower in London wirkt sich auch in Münster aus: Die Stadt Münster überprüft die Dämmung von rund 70 Hochhäusern in der Westfalenmetropole.

Montag, 17.07.2017, 15:07 Uhr

Das Iduna-Hochhaus (links) war zwar das erste und ist eines der bekanntesten Hochhäuser in Münster, aber bei Weitem nicht das einzige: Die Stadt wird rund 70 Hochhäuser überprüfen.
Das Iduna-Hochhaus (links) war zwar das erste und ist eines der bekanntesten Hochhäuser in Münster, aber bei Weitem nicht das einzige: Die Stadt wird rund 70 Hochhäuser überprüfen. Foto: Matthias Ahlke

Der Hochhausbrand in London habe auch Münsters Bauordnungsamt veranlasst, noch einmal einen besonders genauen Blick auf die Fassaden von Münsters Hochhäusern zu werfen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung. „Aktuell gibt es aber überhaupt keinen Hinweis auf eine Gefahrenlage in Sachen Brandschutz“, stellt der Leiter des Amtes, Dirk Lohaus , fest. Die Überprüfung sei rein vorsorglich.

Das sind die zehn höchsten Gebäude Münsters

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Ein Hochhaus sei ein Gebäude, bei dem „der Fußboden mindestens eines Aufenthaltsraumes mehr als 22 Meter über der Geländeoberfläche“ liege, erläutert die Stadtverwaltung. Das Bauordnungsamt habe nachgezählt und anhand der Akten auf dem Stadtgebiet von Münster rund 70 dieser Gebäude ausgemacht.

Alle Fassaden der Hochhäuser würden nach dem Blick in die Akten nun auch vor Ort genau überprüft, heißt es weiter: Gibt es eine Dämmung? Aus welchem Material besteht diese? Und: Besteht die Gefahr einer schnellen Ausbreitung von Brandherden?

Hochhaus-Brand in London

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  • Im Zentrum Londons steht seit dem frühen Morgen des 14.06.2017 ein 27-stöckiges Hochhaus in Flammen.

    Foto: Matt Dunham
  • Das Feuer reiche vom zweiten Stock bis ganz nach oben des 27-stöckigen Gebäudes

    Foto: Uncredited/Celeste Thomas @MAMAPIE/AP/dpa
  • Berichten zufolge befanden sich noch Menschen in dem Wohnkomplex.

    Foto: Matt Dunham
  • Die Feuerwehr war eigenen Angaben zufolge mit 200 Leuten und 40 Löschfahrzeugen im Einsatz.

    Foto: Matt Dunham
  • Die BBC berichtet, es gebe Befürchtungen, das Gebäude könnte einstürzen.

    Foto: Ray Tang
  • Im Grenfell Tower sind 120 Apartments untergebracht.

    Foto: Matt Dunham
  • Die Feuerwehr berichtet von mehreren Toten, zudem gab es etliche Verletzte.

    Foto: Matt Dunham
  • Die Polizei warnte: Die Gegend nordwestlich vom Hyde Park solle gemieden werden.

    Foto: Frank Augstein
  • Das ganz Gebäude habe in relativ kurzer Zeit in Flammen gestanden, sagte eine Frau am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in London

    Foto: Uncredited/dpa
  • Nach Angaben einer Augenzeugin war es unmöglich, den um Hilfe schreienden Menschen im brennenden Hochhaus zu helfen.

    Foto: Matt Dunham
  • Die Rettungskräfte sind im Großeinsatz und kämpfen gegen die Flammen.

    Foto: Rick Findler
  • Bei dem Brand eines Hochhauses im Zentrum Londons sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Feuerwehr am Mittwoch in London mit.

    Foto: Matt Dunham
  • „Unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen“, teilte die Londoner Ambulanz am Mittwochmorgen mit.

    Foto: Rick Findler
  • Karte mit der Lage des Grenfield Towers.

    Foto: dpa-infografik GmbH
  • Feuerwehrleute ruhen sich am Rande der Löscharbeiten zu dem in Flammen stehenden Hochhaus aus. Sie kämpfen seit ca. 1 Uhr Nachts gegen die Flammen.

    Foto: Guilhem Baker
  • Trotz der Feuerkatastrophe in dem Londoner Hochhaus halten die Einsatzkräfte das Gebäude derzeit für stabil genug, um weiter darin nach möglicherweise eingeschlossenen Menschen zu suchen.

    Foto: Rick Findler
  • Zahlreiche Trümmerteile sind vor dem ausgebrannten Hochhaus zu sehen.

    Foto: Matt Dunham
  • Feuerwehrleute bei den Rettungsarbeite.

    Foto: Matt Dunham
  • Händler und Besucher des Borough Markets, einer der ältesten Lebensmittelmärkte Londons, bei einer Schweigeminute für die Opfer des Hochhausbrandes.

    Foto: Nick Ansell
  • Ein Feuerwehrmann inspiziert eine Etage des ausgebrannten Hochhauses.

    Foto: Rick Findler
  • Menschen bringen Getränke und Lebensmittel zu den vom Hochhausbrand betroffenen Bewohnern.

    Foto: Jonathan Brady
  • Forensiker gehen über eine Grünfläche in der Nähe des ausgebrannten Hochhauses. Ausgebrannte Teile des Hochhauses liegen auf der Wiese.

    Foto: Rick Findler

„Diese Überprüfungen werden einige Zeit in Anspruch nehmen“, erläutert Lohaus. „Auch wenn Münster keine Wolkenkratzer-Metropole ist, sind 70 Ortstermine zu absolvieren – und  die sind nicht von heute auf morgen zu bewältigen.“ Entsprechend könnten Ortstermine auch erst in einigen Wochen stattfinden.  Falls sich bei der Überprüfung der Fassaden Fragen zu den Eigenschaften des verwendeten Materials stellen, werde das Bauordnungsamt  Kontakt zu den Eigentümern aufnehmen.

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