So., 13.08.2017

Friedensreiterfest im Mövenpick Ein Tanz mit dem Preisträger

Gute Haltungsnoten auf dem Parkett: Olympiasiegerin Dorothee Schneider wagte ein Tänzchen mit Paul Schockemöhle. Auch Turnierchef Hendrik Snoek (kl. Foto, r.) mit Ehefrau Gabriele (l.) sowie Michael Klimke mit Rebecca Leesing waren richtig in Schwung beim Friedensreiterfest.

Gute Haltungsnoten auf dem Parkett: Olympiasiegerin Dorothee Schneider wagte ein Tänzchen mit Paul Schockemöhle. Auch Turnierchef Hendrik Snoek (kl. Foto, r.) mit Ehefrau Gabriele (l.) sowie Michael Klimke mit Rebecca Leesing waren richtig in Schwung beim Friedensreiterfest. Foto: Jürgen Peperhowe

Münster - 

Beim Friedensreiterfest im Hotel Mövenpick war die große Reiterfamilie mal wieder unter sich, teilweise auch außer sich. Aber alles im Rahmen – schließlich standen noch zwei Turniertage an.

Von Michael Schulte

Zuerst war es locker, dann war es lecker. Schließlich wurde es feierlich, und dann wurde nur noch gefeiert. Beim Friedensreiterfest im Hotel Mövenpick war die große Reiterfamilie mal wieder unter sich, teilweise auch außer sich. Aber alles im Rahmen, schließlich standen noch zwei Turniertage an.

Das Triumvirat aus der Führungsetage des Westfälischen Reitervereins ließ es sich nicht nehmen, die geladenen Gäste zu begrüßen. Wolfgang Hölker machte das gewohnt leger, auf dem Stuhl im Hotelfoyer und mit der großen Glocke in der Hand. Michael Klimke hat es da schon schwerer, schließlich wird von ihm erwartet, seine Begrüßung „eins zu eins“ auch für die englisch-sprachigen Gäste zu übersetzen.

Mit einer Rede an „Dear Mr. President“ nahm er direkt Donald Trump mit ins Boot, schilderte diesem die Vorzüge von Münster, dem Turnier der Sieger und eben dem Westfälischen Reiterverein. Vorzüglich – langer Applaus war der klare Beleg. Präsident Hendrik Snoek war es ein Anliegen, mal einigen der zahlreichen fleißigen Helfer namentlich zu danken. Eine schöne Geste für die Menschen, ohne die das Turnier kaum so erfolgreich laufen dürfte.

Fotostrecke: Paul Schockemöhle: Reiter, Züchter und Veranstalter

Mit der Verleihung des Friedensreiterpreises kam er dann seiner allerersten Aufgabe an diesem Abend nach. In einer launigen Laudatio, die auch kritische Aspekte (Barr-Affäre) beinhaltete, würdigte Snoek den neuen Preisträger: Paul Schockemöhle. Ein Mann, der zuerst Pfleger, dann Reiter, später Züchter, daneben Turnierveranstalter und schließlich Mäzen war und ist. Ein Mensch, der nie bequem, aber immer innovativ war. Ein erfolgreicher Unternehmer, aber vor allem ein engagierter Reitersmann.

Der Geehrte war sichtlich gerührt, als er den silbernen Friedensreiter in Händen hielt. Und er war sehr stolz. Eine große Dankesrede wollte er nicht halten, ging aber auf einige Aspekte von ­Snoeks Laudatio ein. Dass er seinen eigenen Kopf habe, da wollte er gar nicht widersprechen. Dass er Missstände anprangere, wenn er das für richtig halte, so sei er nun mal. Schließlich ganz ernst: „Ich komme aus dem Oldenburger Münsterland, also auch aus dem Münsterland. Und mit diesem Preis bin ich nun auch einer von euch. Vielen Dank.“ Die Gäste erhoben sich von ihren Stühlen und spendeten „PS“ lang anhaltenden Beifall.

In der Zwischenzeit waren die Tische abgeräumt und die Bühne bereitet. Dort baute sich die Abba-Coverband auf und ließ bekannte Melodien aus Schweden erklingen. Für viele die ideale Gelegenheit, die Knochen auszuschütteln und die Kalorien abzubauen. Auch Paul Schockemöhle drehte auf dem Parkett seine Runden, mit Dressurreiterin Dorothee Schneider machte er den Eröffnungstanz. Später überließ der 72-Jährige Jüngeren die Tanzfläche und setzte sich zu seinem neuen Preis. Sichtlich stolz. 

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