So., 13.08.2017

„Das ist eine kleine Weltmeisterschaft“ Internationales Fußballturnier auf der Sportanlage Arnheimweg

Regen ist den acht internationalen Teams egal:  Beim Fußballspeilen auf der Sportanlage Arnheimweg kommt man ohnehin ins Schwitzen.

Regen ist den acht internationalen Teams egal: Beim Fußballspielen auf der Sportanlage Arnheimweg kommt man ohnehin ins Schwitzen. Foto: con

Münster - 

Der Somalische Kulturverein Münsterland organisierte am Arnheimweg das erste internationale Fußballturnier – fast schon eine Weltmeisterschaft.

Von Maria Conlan

„Jeder ist willkommen. Es regnet, aber das ist kein Problem“, schallte es durch den Lautsprecher. Dann wurden Sommerhits gespielt, um die Stimmung anzuheizen. Am Samstag organisierte der Somalische Kulturverein Münsterland e.V. auf der Sportanlage Arnheimweg das erste internationale Fußballturnier.

„Das ist eine kleine Weltmeisterschaft“, verkündete Bürgermeister Gerhard Joksch zur Eröffnung. Er staunte, dass immerhin Spieler von drei Erdteilen vertreten waren: Afrika, Asien und Europa. Die Schirmherrschaft bereite ihm große Freude, betonte er und drückte Münsters Stolz aus, eine internationale Stadt mit Vertretern aus 181 Nationen zu sein. Er wünschte „Fair Play“ und einen Wettkampf ohne Verletzungen.

Fotostrecke: Spieler von drei Erdteilen kicken

Bevor der Wettkampf begann, rief Hussein Noar alle zu Mannschaftsfotos zusammen. Acht Teams traten an, mit deutschen und ausländischen Ballsportfreunden, auch mit Asylbewerbern, die noch nicht so lange hier leben: Albanien, Elfenbeinküste, Eritrea, Iran, Kurden, Nigeria, Somalia und Türkei spielten Samstagnachmittag um den Pokal, um den Preis für das beste Team, den besten Spieler und Torschützen. Michael Franz, Peter Disseler, Michael Gornik und Alfred Tacke unterstützten das Turnier als Schiedsrichter. Gespielt wurde jeweils 20 Minuten mit sechs Feldspielern und dem Torwart.

Samstag war sozusagen der Probelauf. Der Somalische Kulturverein plant in Zukunft zwei Mal jährlich so einen sportlichen Wettkampf: im Sommer und im Winter, dann allerdings in einer Sporthalle. „Sport spricht viele Sprachen“ war das Turniermotto.

Vereinsmitglied Hanad Ahmed Elmi trainiert jede Woche mit seinem Verein: „Fußball ist eine Sprache, die alle sprechen“, ist der Somalier überzeugt.

200 Mitglieder zählt der Kulturverein, der 2010 gegründet wurde und sich regelmäßig im Begegnungszentrum am Kinderhauser Sprickmannplatz trifft. Frauen haben die Möglichkeit zum Austausch, die Männer vermitteln den Kindern die somalische Sprache und Kultur.

Integration ist Ziel des Vereins, der auch neue Flüchtlinge anspricht. Nun hoffen die Somalier auf städtische Hilfe um einen größeren Raum für ihre wöchentlichen Treffs zu finden.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

flohmarkt.ms Anzeigen

Schnäppchen und Angebote aus Ihrer Umgebung

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5074757?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F