So., 13.08.2017

Montgolfiade am Aasee Riesen-Ballon wird am Aasee aufgeblasen

Am Aasee stiegen am Sonntag Ballons in den Himmel.

Am Aasee stiegen am Sonntag Ballons in den Himmel. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Bei der Montgolfiade steht der Höhepunkt bevor. Um 19 Uhr wird am Aasee ein fast 40 Meter hoher Standballon aufgeblasen. In den Himmel steigen wird er allerdings entgegen ersten Plänen nicht. Abheben werden hingegen die kleineren Ballons.

Von Martina Döbbe

Mit Gummistiefeln in den Korb? Nein, so schlimm ist es nun auch wieder nicht . . . Natürlich haben sich Münsters Ballonsportfreunde „ballontauglicheres“ Wetter gewünscht: „Hat eben nur halb geklappt“, sagt Ben Völker am Sonntagnachmittag gelassen. Der letzte Tag der Montgolfiade 2017 auf den Aaseewiesen entschädigt Veranstalter und Besucher für alles, was am Freitag und Samstag buchstäblich ins Wasser fällt.

Und am Abend soll zum krönenden Abschluss der überdimensionale Motorrad-Ballon aufgeblasen werden. Er ist mit rund 37 Metern Höhe und 46 Metern Breite größer als alle anderen Ballons. Im Gegensatz zu den kleineren Ballons wird er allerdings nicht in den Himmel steigen.

Fotostrecke: Montgolfiade am Aasee

Es ist in diesem Jahr die 47. Montgolfiade, die der Freiballonsport-Verein Münster und Münsterland ausrichtet – und nicht das erste Mal in dieser langen Tradition, das das unberechenbare Wetter nicht wie gewünscht mitspielt. „Es hat Veranstaltungen gegeben, da konnte gar nix stattfinden“, erinnern sich die Verantwortlichen um Präsident Andreas Zumrode, Vizepräsident Alfred Derks und Hauptgeschäftsführer Ben Völker. Da wolle man über dieses Wochenende doch gar nicht meckern. Denn immerhin: Am Sonntagmorgen können wie gehofft tatsächliche Ballone aufsteigen und zur Wettfahrt starten: Bei Sonnenaufgang sind es 14, die sich auf den Weg machen, am Sonntagabend noch einmal ungefähr ebenso viele, die dem Motorrad-Ballon folgen.

Der sonntägliche Höhenflug in den Morgen ist eine Wettfahrt, die am Ende Thomas Elsner (Leverkusen) gewinnt. Auf dem zweiten Platz landet Moritz Wieczorek (Stuttgart) und den dritten Rang behauptet Oliver Ehm (Gremmendorf). Am Abend ist es eine Genussfahrt, bei der auch Gäste mit an Bord sind. „Das Interesse bei den Besuchern, eine Ballonfahrt mitzumachen, ist sehr groß“, freuen sich die Organisatoren. Und sie freuen sich noch mehr, wenn sie über diese Veranstaltung auch neue Ballonsportfreunde gewinnen können. „Einfach bei uns melden und mal ausprobieren, ob das wohl mehr als ein Reinschnuppern werden könnte“, empfehlen sie.

Das sei auch erklärtes Ziel einer jeden Montgolfiade: „Wir wollen den Ballonsport zeigen.“ Am Sonntagnachmittag klappt das wie am Schnürchen: Da rennen die Kinder begeistert in das Innere der aufgeblähten Ballonhülle, da klatschen sie, als der Modellballon vom Boden abhebt – und winken den Fahrern, die noch einmal in die Luft gehen.

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