Mi., 13.09.2017

Hittorf-Gymnasium beteiligt sich an IT-Bundesprojekt Datenwolke über dem Geistviertel

Hittorf-Schulleiter Christian Schrand und die MINT-Beauftragte der Schule, Katharina Riethmüller,  arbeiten für die Schule in einem bundesweiten Pilotprojekt zur Entwicklung eines IT-Systems für Schulen. Hier haben sie die Internetseite des Projekts „Schul-Cloud“ aufgerufen.

Hittorf-Schulleiter Christian Schrand und die MINT-Beauftragte der Schule, Katharina Riethmüller,  arbeiten für die Schule in einem bundesweiten Pilotprojekt zur Entwicklung eines IT-Systems für Schulen. Hier haben sie die Internetseite des Projekts „Schul-Cloud“ aufgerufen. Foto: kv

Münster - 

Der Stand der Digitalisierung an den städtischen Schulen wird allgemein als nicht zufriedenstellend kritisiert – der Schulausschuss machte am Mittwochabend erneut seiner Ungeduld Luft. Aber es gibt Zeichen der Hoffnung – etwa am Hittorf-Gymnasium.

Von Karin Völker

Die Digitalisierung an den münsterischen Schulen, da herrschte lange Zeit Einigkeit, sei eine mehr als leidige Angelegenheit. Mittlerweile hat der Rat einen Medienentwicklungsplan für die kommunalen Schulen beschlossen. Die Vernetzung der Schulen ist aber auch auf Bundesebene ein wichtiges Projekt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt ein Pilotprojekt zur Entwicklung eines universellen IT-Konzepts für Schulen.

27 Schulen bundesweit wirken durch die praktische Erprobung an der Entwicklung mit. Eines ist das münsterische Hittorf-Gymnasium, neben einem Gymnasium in Arnsberg die einzige Schule in NRW.

Schulleiter Christian Schrand ist froh, durch die Beteiligung der notwendigen Digitalisierung einen Schub geben zu können. Das Hittorf-Gymnasium gehört dem Schul-Exzellenz-Netzwerk MINT-EC an. Mathematik, Naturwissenschaften und Technik werden hier seit langem besonders gepflegt. Katharina Riethmüller ist im „Hittorf“ die „MINT-Beauftragte“ und in dieser Eigenschaft für das Pilotprojekt viel unterwegs. Die 27 Schulen tauschen sich regelmäßig mit dem Potsdamer Hasso-Plattner-Institut für IT-Design aus. Lehrer und Schüler sollen künftig – jeder für seine bestimmten Anforderungen – Informationen per Passwort erhalten, individualisierte Hausaufgaben im Netz abrufen und für den Lehrer einstellen könnten, Stundenpläne, oder aktuelle Nachrichten über Schultermeine veröffentlichen.

Lehrer können dort Arbeitsmaterialien und Unterrichtsentwürfe hinterlegen. „Andere Schulen, vor allem in Süddeutschland, sind mit der Digitalisierung schon weiter voran geschritten“, sagt Christian Schrand. Von deren Erfahrungen profitierten nun dank des Projekts langfristig alle Schulen.

Als Türöffnerin für das Projekt, das im nächsten Jahr zunächst für alle MINT-EC-Schulen geöffnet werden soll, fungierte für das Hittorf-Gymnasium die Bundestagsabgeordnete Sybille Benning (CDU). Als Mitglied im Ausschuss für Bildung und Forschung und Berichterstatterin für die MINT-Bildung hält sie Kontakt zu den Schulen in Münster.

Als Schulleiter Christian Schrand sie ansprach und von der Bewerbung seiner Schule um die Teilnahme an dem Bundesprojekt Schul-Cloud berichtete, war sie von der Initiative sofort begeistert und unterstützte die Bewerbung, wie sie sich erinnert.

Ein wesentlicher Prüfstein für die Schul-Cloud mit einer einheitlichen Software für alle deutschen Schulen ist der in den Bundesländern jeweils unterschiedlich geregelte Datenschutz.

Hier gebe es nun Lösungen – und demnächst sollen am Hittorf-Gymnasium die ersten Lerngruppen die Schul-Cloud im Unterricht testen. Mit der Frage der Datensicherheit verknüpft ist auch die nach den Endgeräten.

Dem MINT-EC-Netzwerk in Münster gehören neben dem Hittorf-Gymnasium bisher auch das Ratsgymnasium, das Annette-, das Pascal-Gymnasium und das Gymnasium Wolbeck an.

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