Mi., 13.09.2017

Münsters größte Freifläche im Zentrum Hörsterparkplatz: Grüne machen Druck auf Verwaltung

Der Hörsterparkplatz in Münsters Innenstadt 

Der Hörsterparkplatz in Münsters Innenstadt  Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Wie es am Hörsterparkplatz künftig aussehen soll, darüber haben Münsters Politiker nur wenige konkrete Ideen.

Von Dirk Anger

Wie geht es am Hörsterparkplatz weiter? Nachdem Gutachter die Pläne für ein Kultur- und Bildungsforum mit Konzerthalle, VHS, Musikschule und Wohnungen als kaum umsetzbar bezeichnet haben, wollen die Ideengeber des Projekts zunächst die mehr als 100 Seiten studieren.

Viel Energie in Vorhaben investiert

„Wir nehmen das ernst“, erklärte Projektentwickler Christoph Deckwitz, der zusammen mit Architekt Hans-Otto Höyng in den vergangenen sechs Jahren viel Zeit und Energie in das Vorhaben gesteckt hat. Ende der Woche wollen sich die beiden zu dem Gutachten äußern.

Die Zukunft des Hörsterparkplatzes dürfte in den nächsten Monaten erneut die Politiker beschäftigen – und für Kontroversen sorgen. „Die Verwaltung soll uns vorschlagen, was man auf dem Platz machen kann außer Wohnen“, erinnerte Otto Reiners an einen entsprechenden Ratsbeschluss. Das Gutachten sei wichtig für die weitere Diskussion: „Jetzt gibt es zwei unterschiedliche Meinungen.“

Aus Sicht von CDU-Fraktionschef Stefan Weber zeigt das Gutachten, „dass ein Kulturforum auf dem Hörsterparkplatz keine Chance hat“. Er favorisiert dagegen den Plan für einen Musikcampus von Stadt und Universität an der Hittorfstraße – „ein interessantes und spannendes Konzept“. Dieses werde man mit dem grünen Bündnispartner „gründlich beraten“. Für den Hörsterparkplatz stellt sich Weber eine Nutzung vor, die zu „einer Aufwertung des gesamten historischen Altstadtbereiches des Martiniviertels“ führt.

Verschiedene Ideen

Für SPD-Fraktionschef Michael Jung bleibt „eine kulturelle Nutzung des Hösterparkplatzes auf der Agenda“, ergänzt durch Wohnungen. Dabei hat Jung die Situation der Volkshochschule im Blick, die neue Räumlichkeiten brauche. Der städtische Immobiliendezernent Matthias Peck folgt den Gutachtern: Er hält nichts von einer Konzerthalle „in zweiter Reihe“. Und erinnert daran, dass eine städtische Betriebsführerschaft einen Zuschuss von mindestens 900 000 Euro pro Jahr bedeuten würde.

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