Di., 19.09.2017

Großflächige Schmierereien Sprayer besprühen Fassade des LWL-Kunstmuseums

Unbekannte Täter haben die Fassade des LWL-Museums für Kunst und Kultur großflächig mit einem Graffiti besprüht.

Unbekannte Täter haben die Fassade des LWL-Museums für Kunst und Kultur großflächig mit einem Graffiti besprüht. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

(Aktualisiert) Unbekannte Täter haben die Fassade des LWL-Museums für Kunst und Kultur großflächig beschmiert. Die Reinigung dauert voraussichtlich bis Mitte nächster Woche – wenn sie überhaupt ohne Weiteres möglich ist. Die Polizei sucht Zeugen.

Von Markus Kampmann

Schmierereien am LWL-Museum für Kunst und Kultur: Unbekannte Täter besprühten die Fassade an der Pferdegasse mit einem großen Graffiti. Auf einer rund 100 Quadratmeter großen Fläche prangte dort am Dienstagmorgen plötzlich der Schriftzug „TOY“ in königsblauen Großbuchstaben.

Die Täter haben nach Polizeiangaben in der Nacht von Montag, 20 Uhr, auf Dienstag, 6 Uhr, zugeschlagen. Ob es sich um einen gezielten Angriff auf das Museum handelt, ist unklar. „Dafür gibt es gar keine Anhaltspunkte“, sagt Claudia Miklis, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Schmiererei sei „äußerst unschön“ und sehr unsauber durchgeführt worden, ohne klare Abgrenzung und mit vielen Tropfen, so Miklis. Sogar das Kunstwerk von Josef Albers an der Fassade sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Museum geht von einer vierstelligen Schadenshöhe zwischen 6000 und 7000 Euro aus.

Seit dem Morgen versucht eine Fachfirma, das Riesen-Graffiti mit einem Sandstrahl-Gerät zu entfernen. „Das ist eine Sisyphosarbeit“, erklärt die Pressesprecherin. Denn der Sandstein sei offenporig und strukturiert. Da es sich nicht um normale Sprühlackfarbe handele, bleibe abzuwarten, ob sie ohne Rückstände entfernt werden kann. „Sonst müsste man notfalls an den Sandstein rangehen.“

Die Säuberung werde voraussichtlich bis Mitte nächster Woche dauern. Damit Museumsbesucher nicht durch den Staub belästigt werden, soll eine Schutzplane angebracht werden.

Claudia Miklis hofft wie die Polizei darauf, dass Zeugen den oder die Täter möglicherweise gesehen haben. Zumal die Größe des Graffitis „sehr überraschend“ sei. „Das ist bestimmt nicht in fünf Minuten entstanden“, sagt die Pressesprecherin.

Hinweise zu der Tat nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02 51/27 50 entgegen.

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