Fr., 22.09.2017

Kein Vergleich 11 Gründe: Darum ist Münster cooler als Bielefeld

Kein Vergleich: 11 Gründe: Darum ist Münster cooler als Bielefeld

Münster hat einiges zu bieten, so wie hier den wunderschönen Prinzipalmarkt. Wir haben elf Gründe gefunden, warum die Fahrrad-Hauptstadt besser ist als Bielefeld. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Unsere Kollegen der Neuen Westfälischen Zeitung haben zehn Gründe gefunden (oder eher erfunden), warum "Bielefeld geiler als Münster" sei. Das können wir natürlich nicht so stehen lassen und haben elf Gründe entdeckt, warum Münster eindeutig die coolere Stadt ist.

Von Jonas Wiening und Jan Hullmann

Am Donnerstag hat eine Kollegin von nw.de (nicht einmal wn.de können die richtig schreiben) die lächerliche Behauptung aufgestellt, Bielefeld sei geiler als Münster. Die lebenswerteste Stadt der Welt. Nicht zu Unrecht hat Münster diesen Titel einst verliehen bekommen. Aber was macht die westfälische Großstadt aus? Und warum ist sie so viel cooler als Bielefeld? Wir haben elf Gründe gefunden:

1. Krimis: Jan-Josef Liefers und Axel Prahl ermitteln in Bielefeld? Unvorstellbar. Die ostwestfälische Stadt hat keine vernünftige Kriminalisten zu bieten. Zumindest nicht im TV. Münster hingegen hat einen Tatort. Und nicht irgendeinen. DEN Tatort schlechthin. Weit über zehn Millionen Menschen sitzen sonntagsabends vorm Fernsehen, wenn Pathologe Boerne und Kommissar Thiel auf Verbrecherjagd gehen. Selbst wenn die Polizei es mal versäumt, die Mörder zu fassen, gibt es in Münster eine Alternative. Den besten Privatdetektiv Deutschlands: Georg Wilsberg. Bielefeld im Fernsehen? Will niemand sehen.

2. Sehenswürdigkeiten: Münster hat den Dom, das Schloss und den Prinzipalmarkt. Alles wunderschöne Orte, an denen die Besucher gerne und lange verweilen. Bielefeld hat die Sparrenburg. Das Problem: Sie liegt 180 Meter über dem Meeresspiegel. Wie soll man dort hochkommen? Zu Fuß, mit dem Rollstuhl oder mit dem Fahrrad kommt man da - anders als im wunderbar flachen Münster - ordentlich ins Schwitzen. Und wofür? Oben auf der Burg erhofft man sich einen tollen Ausblick. Doch was sieht man dann? Genau, nur Bielefeld!

3. Universität: Gäbe es einen Preis für das hässlichste Gebäude der Welt, die Universität in Bielefeld wäre heißer Kandidat für diese Auszeichnung. Am Campus in der ostwestfälischen Stadt tummeln sich 20.000 Studenten an einem Ort. In Münster verteilen sich die angehenden Juristen, BWLer oder Lehrer über das ganze Stadtgebiet. Das ist deutlich entspannter - für alle Beteiligten. Und während sich die Studenten in Bielefeld in ihrem Plattenbau langweilen, genießen die Münsteraner ihre Vorlesung in einem Schloss.

4. Kunst: Münster ist Kulturstadt. Die Skulptur-Projekte ziehen ein internationales Publikum an. Als Künstler in Münster dabei zu sein, ist eine Auszeichnung. Das geht sogar so weit, dass ein Künstler von Weltrang wie Gerhard Richter der Stadt eins seiner Werke schenken will. Was hat Bielefeld? Ein Museum über die Geschichte von Puddingpulver. 

Fotostrecke: Diese Orte in Münster sollten Sie kennen

5. Bahnhof: Bielefeld hat zwar einen Bahnhof. Doch außer einer völlig überfüllten Eingangshalle und ständig ausfallender Anzeigetafeln hat der nichts zu bieten. Das ist in Münster (seit kurzem) anders. Der wohl schönste Bahnhof Deutschlands steht hier. Außerdem, Bielefeld: Niedlich, wie ihr versucht, eure popeligen sieben Gleise auf das Münster-Niveau von acht zu heben, indem ihr Gleis 7 einfach auslasst! Wie man wirklich weltstädtisch wirkt, macht Münster vor. Unsere Gleise tragen die Nummern 2,3,4,8,9,12,14 und 17. Und dann kommt ja auch noch das Gleis 22 dazu! 

6. Verkehr: Münster ist die Fahrrad-Hauptstadt Deutschlands. Auf den Drahteseln lässt sich die westfälische Weltstadt am einfachsten und entspanntesten durchqueren. Gleichzeitig können die Radler die schönsten Ecken Münsters bewundern. Und in Bielefeld? Dort fährt die S-Bahn. Natürlich schnell, damit man ja nicht zu viel von der Stadt sehen muss. Kein Wunder, dass ein Teil der Strecke sogar unterirdisch verläuft. Auch Autofahren ist in Münster schöner. Auf den verstopften Straßen steht man oft so lange im Stau, dass man die Schönheit der Stadt ausgiebig würdigen kann. In Bielefeld hingegen sind die Straßen meist frei, seinen Zielort erreicht man in Windeseile. Aber wen wundert das schon? Wer will auch nach Bielefeld fahren?

7. Fußball: Welche Mannschaft war bei Gründung der Fußball-Bundesliga dabei? Genau der SC Preußen Münster. Und Ar***** Bielefeld? Die gurkten zu jener Zeit in irgendwelchen unterklassigen Ligen rum. Und heute? Während sich die Grün-Weißen aus Münster mit westfälischer Gelassenheit seit 2011 konstant in der 3. Liga halten, ist die Alm-Mannschaft ungefähr so beständig wie die Karriere von Ansgar Brinkmann. Ständig müssen die Fans der Bielefelder durch ein Wechselbad der Gefühle gehen. Als klassische Fahrstuhl-Mannschaft (zurzeit Etage zwei) folgt auf jede Aufstiegsfeier unter Garantie irgendwann das nächste Abstiegsdrama. Wer's mag ...

8. Bauarbeiten: Der Umbau des Bahnhofs in Münster war ein Prestige-Projekt. Gute Planung, (fast) pünktliche Fertigstellung und ein tolles Endergebnis darf man attestieren. Und in Bielefeld? Dort ist die FH erst Jahre nach dem geplanten Zeitpunkt fertiggestellt worden. Die Kosten überschritten das geplante Budget weit. Eine beteiligte Firma war das Unternehmen "Imtech". Wo arbeiten die auch mit? Richtig, am Berliner Flughafen! In Bielefeld wird jetzt übrigens auch der Betonklotz der Universität umgebaut. Schon jetzt verzögern sich diese Bauarbeiten um zehn (!!) Jahre. Sieh es ein, Bielefeld: Münster spielt in einer anderen Liga.

9. Wasser: Am Meer liegt Münster zwar (noch) nicht. Trotzdem gibt es einige Orte, an denen es die Münsteraner plätschern hören oder sogar ins kalte Nass eintauchen können. Während am Aasee gechillt und gegrillt, das Wasser aber lieber gemieden wird, verwandelt sich der Kanal im Sommer oft zu einer Art Freibad. Und die Möglichkeiten in Bielefeld? Kaum vorhanden. Wer hier das Wasser sucht, muss zum "Ishara". Ein Spaßbad für Familien - welch abwegige Idee.

10. Persönlichkeiten: Während Münsters Manager Skateboard fahren und Orden bekommen (Titus Dittmann), sitzt Bielefelds Top-Manager Thomas Middelhoff wegen Untreue im Gefängnis. Und in Sachen Unterhaltung? Bieten die Ostwestfalen eher leichte Kost (Oliver Welke, Ingolf Lück, Abdelkarim), während in Münster ernstzunehmende Entertainer beheimatet sind: Schauspielerin Franka Potente, Sängerin Ute Lemper und Moderator Günther Jauch. Apropos Jauch: Gut möglich, dass RTL keine Münsteraner mehr als Kandidaten bei "Wer wird Millionär" annimmt. Wird auf Dauer ja auch zu teuer...

11. Existenz: Bielefeld? Gibt es doch gar nicht! Hat schon einmal jemand ein Ortseingangsschild der ostwestfälischen "Metropole" gesehen? Nicht von ungefähr geistert seit Jahrzehnten das Gerücht umher, dass es Bielefeld gar nicht gibt. Ist unsere Liste also völlig umsonst? Warum haben wir Münster mit einem Hirngespinst verglichen?

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