Europaabgeordneter berichtet in St. Ida
Pieper denkt an „Brexit Light“

Münster-Gremmendorf -

Rund 50 Gremmendorfer – unter ihnen auch ehemalige Angehörige der britischen Streitkräfte und deren Familienangehörige – kamen jetzt im Jugendheim St. Ida zusammen. Dort berichtete der Europaabgeordnete Dr. Markus Pieper, wie es derzeit um Europa bestellt ist und welche Auswirkungen der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) für die hier lebenden Briten und in Großbritannien lebenden EU-Bürger und auch für Deutschland an sich haben kann. Dazu betonte die CDU-Bundestagsabgeordnete Sybille Benning, dass die Mehrheit der zu beschließenden Gesetze heute aus Europa kommt, heißt es in einer Pressemitteilung.

Samstag, 23.09.2017, 07:09 Uhr

Polit-Talk in Gremmendorf (v.l.): Marc Würfel-Elberg Vorsitzender CDU Gremmendorf, Dr. Markus Pieper und Sybille Benning.
Polit-Talk in Gremmendorf (v.l.): Marc Würfel-Elberg Vorsitzender CDU Gremmendorf, Dr. Markus Pieper und Sybille Benning. Foto: CDU Gremmendorf

Pieper stellte heraus, dass er den Eindruck habe, es könne noch einen „Brexit light“ geben. Dabei würde das „Norwegen-Modell“ als Blaupause dienen. Dies würde wiederum bedeuten, dass die vier Grundfreiheiten erhalten blieben und sich nicht viel ändern würde in den Beziehungen. Dennoch sei es wichtig, dass auf Seiten der Verhandlungsführer verbal abgerüstet würde. Niemand könne ein Interesse daran haben, dass es zum Knall komme und dann ein harter und ungeplanter Brexit die Folge sei. Dabei machte er insbesondere auf die starken Beziehungen zwischen münsterländischen Unternehmen und Großbritannien aufmerksam.

In der Diskussion des Politik-Talks machte ein Teilnehmer, der in Großbritannien an einer Universität arbeitet, darauf aufmerksam, dass aufgrund der Ungewissheit bereits kaum noch längerfristige Forschungsaufträge dorthin gingen, weil nicht sicher sein könne, ob EU-Förderungen weiterlaufen würden. Ein Grund mehr dafür, dass es nicht zu einem harten Brexit kommt, denn vielen der Hardliner fällt langsam auf, welche Auswirkungen das haben kann.

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