So., 01.10.2017

Pro und Contra Stadion-Standort: Sollte Preußen Münster im Stadtgebiet spielen?

Pro und Contra: Stadion-Standort: Sollte Preußen Münster im Stadtgebiet spielen?

Foto: Oliver Werner

Münster - 

Münster, Bösensell oder Greven - für ein neues Preußen-Stadion sind derzeit einige Standorte in der Diskussion. Muss der SC Preußen Münster überhaupt in Münsters Stadtgrenzen spielen? Zwei konträre Meinungen zur Debatte.

Von Kay Böckling und Alexander Heflik

Pro: Es geht ums Gefühl

Jetzt mal abgerückt von der Diskussion, ob ein Stadion-Neubau nötig ist oder nicht. In dieser Hinsicht einen Königsweg zu finden, der sowohl der Stadt als auch den Preußen schmeckt, dürfte der Qua­dratur des Kreises gleichkommen.

Man kann über alles diskutieren. Beim Unverständnis für den jeweils anderen darf man eines aber nicht aus dem Blick verlieren: die Fans und Sympathisanten des SC Preußen Münster aus Münster. Ob die sich mit einem Umzug ihres Clubs abseits der Heimatstadt anfreunden können, ist mehr als fraglich. Denn eines dürfte unstrittig sein: Die Zuneigung zum heimischen Club – und heimisch ist in diesem Zusammenhang das magische Wort – ist zu einem großen Teil abhängig von der Identifikation mit Preußen Münster. Und diese Identifikation definiert sich zu großen Teilen über die geografische Nähe des Vereins zu seinen Anhängern.

Der SC Preußen Münster gehört nach Münster – und nicht nach Bösensell, Greven oder Kattenvenne. Es geht ums Gefühl: Eine gesunde Portion Lokalpatriotismus ginge bei einem Umzug verloren.

 von Kay Böckling


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Contra: Starkes Hinterland

Wer will ein Stadion in Münster oder im Münsterland? Preußen Münster - ja; die Gemeinde Senden – ja; die Stadt Greven – auch; Münsters Politik – wohl eher nicht. Wo ist die Lobby in der eigenen Stadt? Greven und Senden wären gerne bei einem Projekt mit dem Anker Preußen Münster dabei.

So läuft das. Im Hinterland, wo die Preußen im Übrigen eine große Anhängerschaft in alle Himmelsrichtungen haben, lebt Begeisterung und (Zwei-)Kampfkraft für dieses Thema. Natürlich wäre ein Neubau an der Hammer Straße kultig. Aber die Kosten, allein rund 20 Millionen Euro für die Infrastruktur vor dem ersten Handschlag am Stadion, ein Horror. Weil am Ende des Tages da eine Arena für maximal 20 000 Zuschauer stünde.

Denkt man weiter und glaubt an den Zusammenhang von Stadionbau und Aufstieg, könnte das für Mittelmaß in Liga zwei genügen. Von Vision und Perspektive hat das wenig. Also Senden, 13 Kilometer vom jetzigen Preußen-Tempel entfernt, mit dem Fahrrad erreichbar, mit der Bahn auch. Ganz ehrlich, da ginge nichts an Flair und Tradition verloren. Machen.

von Alexander Heflik

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