Sa., 21.10.2017

Christina Schulze Föcking weihte Nabu-Lehrpfad ein Fit für den Klimawandel

Eröffnung des Wald-Klima-Lehrpfades mit (v.l.) Josef Tumbrinck (Vorsitzender Nabu NRW), Andreas Wiebe (Leiter Wald und Holz NRW), Heinz-Peter Hochhäuser (Leiter Regionalforstamt Münster), NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking und Dr. Britta Linnemann (Vorstand Nabu-Naturschutzstation Münsterland).

Eröffnung des Wald-Klima-Lehrpfades mit (v.l.) Josef Tumbrinck (Vorsitzender Nabu NRW), Andreas Wiebe (Leiter Wald und Holz NRW), Heinz-Peter Hochhäuser (Leiter Regionalforstamt Münster), NRW-Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking und Dr. Britta Linnemann (Vorstand Nabu-Naturschutzstation Münsterland). Foto: hpe

Münster - 

NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking hat in der Hiltruper Hohen Ward den Wald-Klima-Lehrpfad der Nabu-Naturschutzstation Münsterland eingeweiht.

Von Helmut P. Etzkorn

Den Wald vor der eigenen Haustür noch intensiver als Erlebnisort kennen und schätzen lernen, ist jetzt im Süden von Münster leicht möglich: NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking eröffnete am Freitag den rund zwei Kilometer langen Wald-Klima-Lehrpfad in der Hiltruper Hohen Ward.

„Das Zusammenspiel von Wald, Klima und Mensch wird auf Tafeln erläutert. Spaziergänger erfahren, was für Wälder im Klimawandel wichtig ist und wie wir sie darauf vorbereiten können“, so die Vorsitzende der Nabu-Naturschutzstation Münsterland am Haus Heithorn, Dr. Britta Linnemann.

Neue Herausforderungen für Wälder

Der Lehrpfad wurde für das Projektes „Fit für den Klimawandel“ realisiert. Linnemann: „Die bislang feuchten bis nassen Wälder im Süden Münsters müssen sich an künftig länger anhaltende Trockenperioden in den Sommerhalbjahren anpassen.“ In Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW sollen neue Baumarten angepflanzt, Hochmoor-Torfgründe reaktiviert und Altholzbestände dauerhaft gesichert werden. Untersucht werden soll auch die Anpassungsfähigkeit der Eichen an die sich verändernden Umweltbedingungen.

Das Forschungsvorhaben im Wald wird von Land und Bund gefördert, Ministerin Schulze Föcking überreichte der Nabu-Station Münsterland die Auszeichnung „Fit für den Klimawandel“ als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“. Schulze Föcking: „Gemeinsam mit den Waldeigentümern wollen wir die Wälder fit machen für neue Herausforderungen. Auch die Landwirte müssen als Verbündete gewonnen werden. Eine Natur, die nicht mehr intakt ist, hilft am Ende niemanden.“

Die Nabu-Naturschutzstation

Vor rund 100 Gästen feierte die Nabu-Naturschutzstation gleichzeitig ihr 20-jähriges Bestehen. Arbeitsschwerpunkte sind der Biotop- und Artenschutz, Landschaftspflege, Erfassung von Flora und Fauna, Umweltbildung, Naturtourismus und Beweidungsprojekte. 15 wissenschaftliche Kräfte sind im Team mit 20 Mitarbeitern und Ehrenamtlichen aktiv.

Oberbürgermeister Markus Lewe dankte den Naturschützern: „Wir müssen die Natur noch viel mehr als Geschenk wahrnehmen.“ Wenn er mal im Ruhestand sei, könne er sich durchaus vorstellen, als ehrenamtlicher Helfer beim Nabu aktiv werden zu wollen, so Lewe.

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