Fr., 20.10.2017

Besuch im Clemenshospital Bettina Wulff: „Das geht unter die Haut“

Bettina Wulff besuchte am Freitag die kinderneurologische Frührehabilitation im Clemenshospital. Die ehemalige First Lady engagiert sich als Botschafterin des Stadthelms. Hier ist sie am Bett des kleinen Phil und seiner Mutter Ilka Hempel.

Bettina Wulff besuchte am Freitag die kinderneurologische Frührehabilitation im Clemenshospital. Die ehemalige First Lady engagiert sich als Botschafterin des Stadthelms. Hier ist sie am Bett des kleinen Phil und seiner Mutter Ilka Hempel. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Bettina Wulff, die frühere First Lady, besuchte am Freitag als Botschafterin des Stadthelms das Clemenshospital.

Von Martina Döbbe

Phil ist ein kleiner Charmeur. Mit großen Kulleraugen betrachtet er neugierig die blonde Frau in der farbenprächtigen Jacke an seinem Bett – und sie gefällt ihm. Er verzieht den Mund zu einem zuckersüßen Lächeln – und alle um ihn herum schmelzen dahin. Vorneweg Bettina Wulff, die sich intensiv mit seiner Mutter über den kleinen Mann unterhält, der gerade mal 17 Wochen auf der Welt ist.

Deutschlands ehemalige First Lady besucht am Freitagvormittag die kinderneurologische Frührehabilitation im Clemenshospital, später geht es weiter in die Rehaklinik nach Hattingen.

Arbeit der Ärzte, Therapeuten und Pfleger gewürdigt

Bettina Wulff ist als Botschafterin des Stadthelm-Projekts unterwegs – und obwohl sie sich durchaus „darauf eingestellt hat, traurige und schlimme Schicksale zu hören und zu sehen“, so atmet sie doch manches Mal tief durch, wenn sie aus einem der Krankenzimmer zurück auf den Flur tritt. „Das geht unter die Haut.“ Höchsten Respekt habe sie vor der Leistung der Ärzte, Therapeuten und Pflegekräften: „Aber auch vor der Geduld und Liebe, mit der die Eltern am Bett ihrer schwer kranken Kinder sind.“

Fotostrecke: Bettina Wulff besucht Kinderneurologie-Abteilung

Auf der Kinderintensivstation und in der Frührehabilitation werden kleine Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen und einer Schädigung des Nervensystems behandelt. Manche sind erst wenige Wochen alt, andere sind mit 18 Jahren an der Grenze zum Erwachsenen. Eins gilt für sie gemeinsam: „Wir tun alles, um jeden individuell nach vorn zu bringen, auch kleine Fortschritte sind dabei ganz wichtig“, erklärt Chefarzt Dr. Otfried Debus der prominenten Besucherin, die als „Gesicht“ des Stadthelms wirbt, niemals ohne Helm Rad zu fahren: „Auch nicht mal eben um die Ecke nur bis zum Bäcker“, sagt Bettina Wulff nachdrücklich. Sie jedenfalls tue das auch nicht mehr.

Die Kinderneurologiehilfe Münster

Initiiert und organisiert hat diesen Besuch Gertrud Wietholt – Vorsitzende der Kinderneurologiehilfe auf Bundesebene sowie der Kinderneurologiehilfe Münster. Sie freut sich sehr über Interesse und Einsatz der Botschafterin, die auch konkrete Aufgaben bekommt: „Wir wollen gemeinsam von Krankenkassen und Politikern mehr Förderung und Unterstützung einholen“, formuliert Gertrud Wietholt ein Anliegen.

Dazu gehöre zum Beispiel die Bewilligung einer Reha für die ganze Familie, wie es bei anderen chronisch kranken Kindern auch möglich sei. „Kinder mit einer Schädel-Hirn-Verletzung haben oft große Probleme, sich im Alltag wieder zurechtzufinden. Nicht nur sie allein, die gesamte Familie wird aus ihrem bisherigen Leben gerissen. Da hilft eine gemeinsame Reha, um sich wieder zurechtzufinden.“

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