Mi., 22.11.2017

Lärmaktionsplan Tempo 30 rückt immer näher

Aus Gründen des Lärmschutzes soll auf weiteren Straßen in Münster Tempo 30 ausgewiesen werden. 

Aus Gründen des Lärmschutzes soll auf weiteren Straßen in Münster Tempo 30 ausgewiesen werden.  Foto: Markus Führer

Münster - 

Tempo 30 auf bestimmten Straßenzügen Münsters rückt näher. Die Bürger sollen damit vor Lärm geschützt werden, so das Ziel des anfangs umstrittenen Lärmaktionsplans.

Von Dirk Anger

Gleich zwei stadtweit bedeutsamen Vorhaben hat der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen am Dienstag parteiübergreifend zugestimmt. Der Masterplan zum Klimaschutz und der anfangs umstrittene Lärmaktionsplan sind damit nach langen Beratungen auf der Zielgeraden angekommen. Die Schlussabstimmung findet am 13. Dezember im Rat statt.

FDP-Ratsherr Hans Varnhagen versuchte zuletzt, die einschneidendste Maßnahme des Lärmaktionsplans zu stoppen: Doch der Vorschlag des Liberalen, auf die Reduzierung von Tempo 50 auf 30 Stundenkilometer auf bestimmten ausgewiesenen Straßenabschnitten zu verzichten, fand keine Zustimmung. Lärmschutz könne doch durch lärmmindernden Asphalt erreicht werden, begründete Varnhagen seinen Vorstoß. Jetzt werde nach Ideologie etwas umgesetzt, so seine Kritik.

Mehr zum Thema

Lärmaktionsplan:  Tempo 30 kommt nicht vor 2019

Stadt nimmt Tempo raus:  Tempo 30 bald auch auf Hauptstraßen 

Sicherer, leiser, gesünder:  Verkehrssicherheitsrat hält Tempo 30 in Innenstädten für sinnvoll

Dagegen ging ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann der Lärmaktionsplan nach eigenem Bekunden nicht weit genug. Ers sprach lediglich von einem „ersten Schritt“. Die Stadt gehöre den Bürgern und nicht den Autos. Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck wies darauf hin, dass Tempo 30 der preisgünstigste und am leichtesten zu realisierende Weg sei. Bei der Abstimmung stand FDP-Vertreter Varnhagen dann alleine da.

Zustimmung für Lärmmessung

Zustimmung fand hingegen der Vorschlag von Horst Karl Beitelhoff (CDU), im Zuge des Lärmaktionsplans an einer Stelle auch eine Lärmmessung durchzuführen und nicht nur auf Berechnungen zu setzen, um die Auswirkung der Maßnahmen prüfen zu können. SPD-Ratsfrau Hedwig Liekefedt und Gerhard Joksch (Grüne) nahmen das gerne auf. Wobei Letzterer ergänzte: Es gehe bei dem Lärmaktionsplan darum, „die Leute mitzunehmen“.

Breiteste Zustimmung fand der „Masterplan 100 % Klimaschutz – Münster Klimaschutz 2050“, der eine Vielzahl von Maßnahmen zusammenfasst – zur „Regelung der Lebensverhältnisse für die nächsten Generationen“, so Dezernent Peck.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5304641?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F