Ausgezeichnete Flüchtlingsarbeit
Bürgerpreis in Gold an Initiative aus Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck

Münster -

Die Stiftung Bürger für Münster hat zum 13. Mal den Preis „Bürger machen Zukunft“ vergeben. Oberbürgermeister Markus Lewe und Hans-Peter Kosmider, Vorsitzender der Stiftung, zeichneten am Montag im Rathausfestsaal die Flüchtlingshilfe Münster Süd-Ost mit Gold, die Initiative „elbén“ mit Silber und das Integrationsforum mit Bronze aus.

Dienstag, 05.12.2017, 10:12 Uhr

Die Bürgerstiftung hat am Montagabend im Rathausfestsaal die Flüchtlingshilfe Münster Süd-Ost, die Initiative „elbén“ und das Integrationsforum mit dem Preis „Bürger machen Zukunft“ ausgezeichnet.
Die Bürgerstiftung hat am Montagabend im Rathausfestsaal die Flüchtlingshilfe Münster Süd-Ost (Bild), die Initiative „elbén“ und das Integrationsforum mit dem Preis „Bürger machen Zukunft“ ausgezeichnet. Foto: Matthias Ahlke

35 Bewerbungen aus dem Bereich der Flüchtlings-Unterstützung hatten der Jury vorgelegen. Ihr gehörten Mitarbeiter und Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Leben an, zum Beispiel vom Generalvikariat, vom Diakonischen Werk, von der Fachhochschule und von der Agentur für Arbeit.

Die Beteiligung zeuge von der besonderen Reputation des Bürgerpreises, hieß es von Lewe und Kosmider . Münster verfüge über eine vielfältige Engagement-Landschaft. Der Einsatz sei im Bereich der Flüchtlingshilfe besonders ausgeprägt und verdeutliche das Selbstverständnis als weltoffene Stadt.

Die Jury hatte acht beispielhafte Initiativen als Finalisten ausgewählt, die das breite Spektrum von Bürgerengagement für Flüchtlinge besonders gut repräsentieren, hieß es bei der Verleihung. Der Preis in Gold für die Flüchtlingshilfe Münster Süd-Ost ist mit 5000 Euro dotiert. Aus Angelmodde, Gremmendorf und Wolbeck  seien seit 2013 etwa 150 Ehrenamtliche aktiv bei der Integration von Flüchtlingen durch Deutschkurse, gemeinsame Feste, Freizeitaktivitäten sowie durch Patenschaften und Hilfe bei der Wohnungssuche aktiv.

 Silber – verbunden mit einer Zuwendung in Höhe von 2000-Euro – bekam die von Studierenden gegründete Initiative „elbén für ihren „kulinarischen Austausch“. Die Gruppe hat über privat investiertes Geld („crowd­funding“) einen Food-Truck erworben und darin ein mobiles Ladenlokal eröffnet, in dem syrische Flüchtlinge Arbeit finden.

Der Bürgerpreis in Bronze ging an das Integrationsforum Münster für deren Projekt „Fahrradfahren für Flüchtlingsfrauen“. Die Initiative ermögliche ihnen „selbstständige Mobilität und dadurch einen Beitrag zu einem eigenständigen Leben“, wurde erklärt. In einer Fahrradwerkstatt wiederum lernen jugendliche Flüchtlinge, wie Fahrräder in Schuss gehalten werden.

Für die berufliche Förderung von Flüchtlingen wurde das Rotary Netzwerk Qualifizierung ausgezeichnet. Und als private Einzelpersonen die von Freunden vorgeschlagenen Ulrich Stolze, Norbert Ferling und Friedrich Meinl. 

Aufgaben der Stiftung

Die Stiftung „Bürger für Münster“ ist eine Stiftung von Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Dazu gehören unter anderem die Würdigung von Initiativen durch den Bürgerpreis und Projekte wie das Programm „Mentoren für Schüler“, ferner generationenübergreifende Aktionen und der Einsatz für Flüchtlinge. Die Stiftung arbeitet ehrenamtlich und ist unabhängig von öffentlichen Mitteln, überparteilich und überkonfessionell.

...
Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5334969?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Sparda-Münster City Triathlon 2018
Liveticker: Sparda-Münster City Triathlon 2018
Nachrichten-Ticker