Mi., 06.12.2017

Gemeinsamer Antrag an den Rat   Foto: CDU und Grüne fordern schnelleren Ausbau des Kanals

Gemeinsamer Antrag an den Rat   Foto:: CDU und Grüne fordern schnelleren Ausbau des Kanals

Foto: Oliver Werner

Münster - 

Die Ratsfraktionen von CDU und Bündnis-Grünen fordern in einem gemeinsamen Antrag den Bund auf, den Kanalausbau auf der Strecke Münster deutlich zu beschleunigen. Eine weitere Verzögerung der Fertigstellung bis 2026 sei nicht akzeptabel.

Von Helmut P. Etzkorn

Neuerliche Verzögerungen beim Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals auf der vier Kilometer langen Stadtstrecke Münster, die dann noch ein knappes Jahrzehnt für Lärm, Um­leitungen und Staus in der Stadt sorgen würden, stoßen bei Politik und Verwaltung weiterhin auf massive Kritik.

Die Ratsfraktionen von CDU und Bündnis-Grünen forderten in einem gemeinsamen Ratsantrag zur sofortigen Beschlussfassung am kommenden Mittwoch (13. Dezember) das Bundes­verkehrsministerium und die für den Bau zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung auf, eine „absolute Verlässlichkeit in der Zeitplanung“ zu garantieren und die gesamte Ausbaumaßnahme „wesentlich zu beschleunigen“.

Der Bund müsse „ent­sprechende Prioritäten setzen“ – auch im Hinblick auf die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine hatte vor zwei Wochen wegen „Personalmangel“ eine Verlängerung der Bauzeit bis Mitte 2026 angekündigt. Bislang waren alle davon ausgegangen, dass Ende 2022 die neuen Brücken und Düker gebaut und die Wasserstraße verbreitert sein wird.

CDU und Grüne fordern jetzt, den gesamten Bauprozess „dringend zu optimieren“, um die notwendigen Eingriffe in die Landschaft des Stadtraums so gering wie möglich halten zu können.

Weitere Verzögerungen seien auch deshalb nicht akzeptabel, weil sie sich auf ­andere städtebauliche Ent wicklungsprojekte auswirken würden. Ursprünglich sei man von fünf Jahren Gesamtbauzeit ausgegangen, daraus wurden dann zehn und jetzt wären es 14 Baustellen-Jahre im Herzen der Stadt mit viel Wohn­bebauung an den Ufern.

Gewünscht wird im Antrag, dem sich SPD, FDP, ­Linke und Piraten anschließen können: „Verlässlichkeit in der Kommunikation und frühzeitige Informationen über Veränderungen“.

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