Krimis bei der Kinderuni
Spurensuche im Hörsaal

Münster -

Münster ist eine echte Krimi-Stadt. Doch nicht nur Thiel, Boerne und Wilsberg gehen vor dem Schloss auf Spurensuche. Konkurrenz bekommen sie von vielen kleinen Detektiven.

Samstag, 16.12.2017, 10:12 Uhr

Aufgepasst – und Fall gelöst: Kinderkrimis standen in der Weihnachtsausgabe der Kinderuni auf dem Programm. Für die jungen Studierenden war die Detektivarbeit eine Leichtigkeit.
Aufgepasst – und Fall gelöst: Kinderkrimis standen in der Weihnachtsausgabe der Kinderuni auf dem Programm. Für die jungen Studierenden war die Detektivarbeit eine Leichtigkeit. Foto: Oliver Werner

Tatort: Klassenzimmer. Lametta schmückt die Tafel, sogar ein Weihnachtsbaum steht in der Ecke. Doch dann geschieht ein Unglück: Zwei Jungs spielen Fußball, eine Fensterscheibe geht zu Bruch, Ball und Scherben landen im Garten. Einer der beiden kommt auf eine Idee und bringt einen Stein ins Zimmer. Der Lehrerin erzählen sie, jemand hätte die Scheibe von außen eingeworfen. Woher weiß sie, dass das nicht stimmt?

Ein Fall für die „Schlossplatzbande“. Die hat Prof. Dr. Hans-Joachim Jürgens zusammen mit einigen Studierenden erfunden. Am Freitag bekam die Bande tatkräftige Unterstützung: Die Kinderuni hatte zum Weihnachtskrimi eingeladen.

Der Professor für Germanistik erforscht vor allem deutsche Literatur und erklärt den Kindern: „Das, was in den meisten Geschichten passiert, hat sich der Schreiber ausgedacht.“ Das gelte auch für Kinderkrimis, die bei der Weihnachtsausgabe der Kinderuni im Mittelpunkt standen. Jürgens erklärte: „Kinderkrimis sind erfundene Bücher, die gleichzeitig auch noch spannend sind.“

Kinderuni: Detektive im Hörsaal

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  • Aufgepasst, gut gelesen – und schon ist der Fall gelöst. Für die Kinder war die Detektivarbeit keine Schwierigkeit.

    Foto: Oliver Werner
  • Prof. Dr. Hans-Joachim Jürgens lehrt an der Uni Münster Germanistik. In der Kinderuni erzählte er etwas zu Kinderkrimis.

    Foto: Oliver Werner
  • Aufgepasst, gut gelesen – und schon ist der Fall gelöst. Für die Kinder war die Detektivarbeit keine Schwierigkeit.

    Foto: Oliver Werner
  • Aufgepasst, gut gelesen – und schon ist der Fall gelöst. Für die Kinder war die Detektivarbeit keine Schwierigkeit.

    Foto: Oliver Werner
  • Aufgepasst, gut gelesen – und schon ist der Fall gelöst. Für die Kinder war die Detektivarbeit keine Schwierigkeit.

    Foto: Oliver Werner
  • Aufgepasst, gut gelesen – und schon ist der Fall gelöst. Für die Kinder war die Detektivarbeit keine Schwierigkeit.

    Foto: Oliver Werner
  • Aufgepasst, gut gelesen – und schon ist der Fall gelöst. Für die Kinder war die Detektivarbeit keine Schwierigkeit.

    Foto: Oliver Werner

Hans-Joachim Jürgens hat die „Schlossplatzbande“ erfunden, um Kinder zum Lesen anzuregen. Im Internet können die kleinen Detektive Kriminalfälle lesen – und lösen. Der wohl bekannteste Pate des Projekts ist Oliver Korittke, er spielt den „Ekki“ in der TV-Serie „Wilsberg“. Die Bande ermittle in Münster, „weil es eine echte Krimi-Stadt ist“, so Jürgens.

Fast alle jungen Studierenden hatten bereits Kinderkrimis gelesen, von den „Fünf Freunden“ über „TKKG“ bis hin zu „Die Drei Fragezeichen“. Am Freitag mussten sie dann ihre eigene Spürnase benutzen. Der Fall um die zerbrochene Scheibe im Klassenzimmer war zu lösen. Für die Detektive eine Leichtigkeit: Die beiden Jungen haben gelogen, wie ein Mädchen nach wenigen Minuten wusste: „Denn wenn der Stein von außen durch die Scheibe geflogen wäre, wären die Scherben im Klassenzimmer und nicht draußen.“ Fall gelöst. 

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