Franz Matuszczyk
Abschied von einer großen Persönlichkeit

Münster -

Diese betrübliche Nachricht kam überraschend: Franz Matuszczyk ist tot. Viele Jahre leitete er das Presseamt der Stadt Münster.

Sonntag, 17.12.2017, 08:12 Uhr

Franz Matuszczyk mit der Kamera, er war nicht nur leidenschaftlicher Journalist, sondern auch passionierter Fotograf.
Franz Matuszczyk mit der Kamera, er war nicht nur leidenschaftlicher Journalist, sondern auch passionierter Fotograf. Foto: eo

Matuszczyk ist am 11. Dezember in seinem neuen Domizil in Aachen gestorben, nachdem er dort am 22. November noch seinen 91. Geburtstag begangen hatte. Der leidenschaftliche Journalist Franz Matuszczyk, der in Münster viele Jahre das städtische Presseamt leitete, hat in den letzten Monaten einen beispiellosen Kampf gekämpft, nachdem im Januar seine Frau Doris gestorben war. Ende Juli hatte er die Teilnahme am Sommerfest des Civilclubs genossen wie lange nicht. Dann kam der Schock: Bei einem Sturz in seiner Wohnung erlitt er einen schweren Bruch, den er auch überstand, sodass er in der Reha für die Zeit danach trainiert werden konnte, worauf sich der Umzug in ein Pflegewohnstift in Aachen anschloss. Seine Kinder schreiben in der Todesanzeige: „Mit unbändigem Willen und unglaublicher Kraft hat er vieles bewirkt, gestaltet und viele Hürden gemeistert. Diese eine war zu hoch.“

Franz Matuszczyk leitete von 1974 bis 1991 das Presseamt der Stadt Münster, das er gleichsam erst aufbauen musste. Er verstand sich dabei als Mittler zwischen Stadt und Bürgern, loyal gegenüber der Politik der Stadt und zugleich als Anwalt seiner journalistischen Kollegen. Nach seiner Pensionierung brachte er seine Erfahrung ein in die Organisation des Stadtjubiläums von 1993. Da er selbst in seiner Heimatstadt Mühlheim als leitender Redakteur zugleich Mitglied des Rates der Stadt war, wofür ihn die Stadt mit dem Ehrenring auszeichnete, gehörte auch in Münster seine ganze Leidenschaft der Kommunalpolitik. Zugleich engagierte er sich im Evangelischen Arbeitskreis der CDU, damit nicht genug: Er wirkte als Vorstandsmitglied im Freundeskreis Knochenmarktransplantation mit und auch viele Jahre im Vorstand des Civilclubs.

Seine große Liebe galt seiner Frau Doris, mit der er 60 Jahre verheiratet war, seinen beiden Kindern und den sieben Enkelkindern, die seinen letzten Kampf mit tiefer Empathie begleiteten. Eine große Persönlichkeit hat ihren Lebensweg beendet.

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