Kunst am Rand
„Kunst am Rand“ im Grünen

Münster-Kinderhaus -

Das Kinderhauser Ausstellungsformat bietet dieses Jahr vier Locations im Grünen: Gut Kinderhaus, an der Waldschule Kinderhaus, bei Westfalia und am Pastorat der Gemeinde St. Marien und St. Josef. Bewerbungen für Kunst am Rand sind ab sofort möglich.

Montag, 15.01.2018, 20:01 Uhr

„Kunst am Rand“ findet dieses Jahr vom 10. Juni bis zum 30. September auf Gut Kinderhaus, an der Waldschule Kinderhaus, bei Westfalia und am Pastorat der Gemeinde St. Marien und St. Josef statt
„Kunst am Rand“ findet dieses Jahr vom 10. Juni bis zum 30. September auf Gut Kinderhaus, an der Waldschule Kinderhaus, bei Westfalia und am Pastorat der Gemeinde St. Marien und St. Josef statt Foto: ohw

Nach einem Jahr Pause gibt es 2018 eine Neuauflage von „Kunst am Rand“. Das Nachfolgeprojekt von „ Kunst trifft Kohl “ findet in diesem Jahr vom 10. Juni bis zum 30. September an vier Spielorten statt, die im Grünen liegen: am Rand des Landschaftsschutzgebiets Kinderhaus.

Es handelt sich um Gut Kinderhaus, die Waldschule Kinderhaus, Westfalia Kinderhaus und das Pastorat der Gemeinde St. Marien und St. Josef.

Organisiert wird das Kunst-Event von Ute Behrens-Porzky und Candia Neumann vom Kap.8 im Bürgerhaus, als Kurator konnte erneut der Künstler Jochen Koeniger gewonnen werden.

Nachdem „Kunst trifft Kohl“ bis in die Niederlande und ins Münsterland gerankt war, rückt mit diesem Ausstellungsformat Kinderhaus in den Fokus.

Wer sich in diesem Jahr auf „Kunst am Rand“ einlässt, kann sich sogar zu Fuß auf den Weg zur Kunst begeben, denn die Ausstellungsorte liegen dicht beieinander im grünen Rand von Kinderhaus. Auch das Fahrrad eignet sich vorzüglich für den Open-Air-Ausstellungsbesuch. „Eigentlich kann man das mit einem schönen Sonntagsspaziergang schaffen“, sagt Ute Behrens-Porzky.

Sie ist schon sehr gespannt, wie die Ausstellung wird. Denn anders als 2016 gibt es keine thematische Vorgabe: „Hauptsache, die Locations werden interessant bespielt“, sagt sie.

Nach wie vor gilt ein wesentliches Moment des Konzepts der Anfangsjahre: Die Artefakte werden an Orten präsentiert, die nicht originär mit Kunst verbunden werden.

In der Waldschule soll vor allem das verglaste Foyer, die Kalthalle, genutzt werden, die Alt- und Neubau verbindet und zum Beispiel die Glasscheiben der Aula.

Das Umfeld von Westfalia Kinderhaus biete viele Möglichkeiten, Sportplätze bleiben außen vor: „Wir stellen nichts vors Tor“, sagte Ute Behrens-Porzky schmunzelnd. Auch im Gebäude gebe es Möglichkeiten auszustellen.

Auf Gut Kinderhaus könnten grüne „Räume“ oder Scheunentore genutzt werden: Flächen, die nicht in das Betriebsgeschehen integriert sind. Am Pastorat stehe den Künstlern Pastors Garten zur Verfügung.

„Es sind Standorte, auf die ich mich sehr freue“, sagt Ute Behrens-Porzky. „Es ist eine ziemliche Herausforderung – ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.“

Sobald es Begehungen mit den Künstlern gegeben habe, werde man überall Rücksprache halten und besprechen, was jeweils angedacht und geplant sei.

Statt der Kunst-Erklärer bei der letzten Ausstellung sind dieses Mal „kleine Video-Clips geplant, in denen Laien oder Künstler ihre eigenen Wahrnehmungen und Emotionen zu einer Arbeit darlegen: „Es geht um einen unverkrampften Umgang mit Kunst“, erläutert Ute Behrens-Porzky. Die Clips sollen mit QR-Code aufs Handy gespielt werden können.

Teilnehmen können alle bildenden Künstlerinnen und Künstler, die sich vorstellen können, an einem der Ausstellungsorte einen Beitrag zu „Kunst am Rand“ zu leisten. Vorgesehen ist, dass eine kleine Jury um Kurator Jochen Koeniger aus den eingegangenen Bewerbungen die Arbeiten und Projekte auswählt, die präsentiert werden.

Alle Ausstellungsbeiträge nehmen am Wettbewerb um den Kinderhauser Kunstpreis teil. Es soll einen mit 1500 Euro dotierten Hauptpreis sowie zwei Förderpreise – je 500 Euro – geben. Über die Preisvergabe soll eine externe Fachjury entscheiden. Der Kunstpreis soll am 16. September verliehen werden.

Darüber hinaus werden sechs Künstler vom Kurator direkt beauftragt, eine Arbeit speziell für Kunst am Rand zu erstellen.

Bis zum 31. März können sich Künstler mit Objektbeschreibung, Foto, Ideenskizze oder ähnlichem sowie Kurzinfo zur Person bewerben: per Mail an koeniger@muenster.de oder per Post an Kap.8 im Bürgerhaus Kinderhaus, Idenbrockplatz 8, 48159 Münster.  

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