Tag der Muttersprache
Kommunikation überwindet Grenzen

Münster -

Zum vierten Mal findet in Münster der Internationale Tag der Muttersprache statt. Auf die Besucher wartet ein zweiwöchiges Programm zur Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt.

Sonntag, 18.02.2018, 20:02 Uhr

Tag der Muttersprache: Der Integrationsrat-Vorsitzender Dr. Ömer Lütfü Yavuz (3.v.l.) lud zum Auftakt der Veranstaltungsreihe in die Rüstkammer des Rathauses ein und begrüßte (v.l.) Dr. Andrea Schilling, Wendela-Beate Vilhjalmsson, Generalkonsularin Pınar Gülün Kayseri, Beate Arabasz und Felix Manrique.
Tag der Muttersprache: Der Integrationsrat-Vorsitzender Dr. Ömer Lütfü Yavuz (3.v.l.) lud zum Auftakt der Veranstaltungsreihe in die Rüstkammer des Rathauses ein und begrüßte (v.l.) Dr. Andrea Schilling, Wendela-Beate Vilhjalmsson, Generalkonsularin Pınar Gülün Kayseri, Beate Arabasz und Felix Manrique. Foto: Matthias Ahlke

„Heute ist ein besonderer Tag“, begrüßte Felix Manrique vom städtischen Integrationsrat und Arbeitskreis „Tag der Muttersprache“ die Feiergäste in der Rüstkammer. Zum vierten Mal begeht man in Münster den Internationalen Tag der Muttersprache mit zwei Wochen Programm. Vor 18 Jahren rief die Unesco den 21. Februar als Internationalen Tag der Muttersprache ins Leben, um sprachliche und kulturelle Vielfalt zu fördern. Der Integrationsratsvorsitzende Dr. Ömer Lütfü Yavuz hieß die türkische Generalkonsularin Pınar Gülün Kayseri willkommen. Er hob das ehrenamtliche Engagement von Beata Arabasz für diese Veranstaltungsreihe hervor. Bis zum 3. März gibt es ein mehrsprachiges Kulturprogramm an verschiedenen Orten für Kinder und Erwachsene, von „Wir sind Münster“ und dem Integrationsrat organisiert. Musik, Lesungen und Theater in Arabisch, Polnisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Deutsch und sogar Mandinka, eine Sprache aus Gambia, sind zu erleben. Arabasz wies auf die mehrsprachige Kinderbuchausstellung in der Buchhandlung Schatzinsel hin.

Manrique bezeichnete Mehrsprachigkeit als Schlüssel für gegenseitigen Respekt. Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson erinnerte daran, dass Sprache den Menschen ausmache und verschiedene Denkweisen ermögliche sowie Mentalitäten widerspiegele. Es sei traurig, dass viele Sprachen vom Aussterben bedroht seien: „Mit jeder Sprache stirbt auch ein Weltbild.“

Yavuz sprach vom bunten und vielfältigen Münster. Durch Sprachkenntnisse würden Vorurteile abgebaut und Kontaktpflege ermöglicht. Von Vorurteilen und Kontakten handelten auch die humoristischen Szeneneinlagen vom Cactus Junges Theater unter der Leitung von Barbara Kemmler. International verständlich begeisterten Bratschist Francisco Sepulveda und Cellist Karl Figueroa mit klassischer lateinamerikanischer Musik. Dr. Andrea Schilling, Leiterin des Sprachenzentrums der WWU, hielt einen Fachvortrag über die Universität als Ort der Mehrsprachigkeit und die Vorzüge die entstünden, wenn Kinder schon von klein auf mehrsprachig aufwachsen würden. Die Beherrschung mehrerer Sprachen sei eine Ressource für Partizipation, Integration und Toleranz.

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