Rundgang durch das Hansaviertel
Fahrräder und Autos versperren Gehwege

Münster -

Fahrräder angekettet an Laternen und Autos, die zur Hälfte auf dem Gehweg stehen: An vielen Stellen wird es in Münster auch mal eng. So zum Beispiel im Hansaviertel.

Donnerstag, 01.03.2018, 09:03 Uhr

Geparkte Fahrräder versperren große Teile des Gehwegs an der Schillerstraße. Hendrik Weihermann (2.v.r.) vom städtischen Ordnungsamt kennt die Problematik gut, hat für den Fahrradkontrolldienst aber auch nur vier Mitarbeiter.
Geparkte Fahrräder versperren große Teile des Gehwegs an der Schillerstraße. Hendrik Weihermann (2.v.r.) vom städtischen Ordnungsamt kennt die Problematik gut, hat für den Fahrradkontrolldienst aber auch nur vier Mitarbeiter. Foto: Matthias Ahlke

Ein Fahrrad lehnt an der Hauswand, direkt gegenüber ist ein weiteres an einer Laterne angekettet. Für Menschen mit Rollator oder Rollstuhl bedeutet das: kein Durchkommen. Die Situation beobachtet Margarete Balsliemke im Hansaviertel regelmäßig. Sie hat sich an die „Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen“ (AMF) gewandt – und hat Zuspruch erhalten.

„Uns erreichen viele Beschwerden zu Autos und Fahrrädern, die auf Gehwegen parken“, fasst Marianne Hopmann, stellvertretende Vorsitzende des AMF, zusammen. „Wir Frauen mischen uns auch bei solchen Themen ein und möchten bei der Planung beteiligt werden“, erklärt Hopmann den Grund für das Engagement.

Hansaviertel: Fahrräder versperren Gehwege

1/12
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zugestelle Gehwege durch Fahrräder und Autos: Die "Arbeitsgemeinschaft Münsterscher Frauenorganisationen" hat zu einem Stadtviertelspaziergang eingeladen, um auf problematische Stellen hinzuweisen. Im Fokus standen Schillerstraße, Hamburger Straße, Soester Straße und Dortmunder Straße.

    Foto: Matthias Ahlke

Es wurde ein Stadtviertelspaziergang organisiert. Mit dabei: Hendrik Weihermann, Fachstellenleiter des Service- und Ordnungsdienstes der Stadt. „Wir möchten auf Stellen hinweisen, an denen es eng ist“, so Hopmann. Zudem wolle man aber auch „gegenseitige Rücksicht“ von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern einfordern.

Stichwort Barrierefreiheit

Auch Dr. Gerhard Bonn, stellvertretender Vorsitzender der kommunalen Seniorenvertretung, nimmt am Rundgang teil: „Barrierefreiheit ist uns wichtig.“ Aber nicht nur das: Man fordere vor allem für Senioren Sitzbänke mit Rückenlehnen und Armstützen.

Wir möchten auf Stellen hinweisen, an denen es eng ist.

Marianne Hopmann

Hendrik Weihermann folgt der munteren Gruppe von etwa zehn Männern und Frauen geduldig über die Schillerstraße, die Dortmunder Straße und die Hamburger Straße. Er weiß, dass es an vielen Ecken eng ist. Die Regelung der Stadt sehe vor, dass auf dem Gehweg immer ein Meter Platz bleiben muss, damit Eltern mit Kinderwagen, Senioren mit Rollatoren oder Menschen in Rollstühlen genügend Platz haben. „Wenn das nicht der Fall ist, greift der Fahrradkontrolldienst ordnend ein“, so Weihermann. Der Fachstellenleiter sagt aber auch: „Wir haben nur vier Mitarbeiter und bestimmt 300.000 Fahrräder.“

Enorme Behinderung durch Fahrräder

Steht ein Rad im Weg, wird es zunächst in Sichtweite versetzt, so Weihermann: „Dann gibt es einen gelben Zettel, also einen netten Hinweis.“ Viele Leezen landen aber auch in der Fahrradfundstation. Den Vertretern der AMF ist das nicht genug. „Die Behinderungen durch Fahrräder und falsch abgestellte Fahrzeuge ist enorm“, so Gerhard Bonn. Oft seien es auch genau die abgesenkten Bordsteine, die zugeparkt werden. Er findet: „Da muss einfach mehr passieren.“

Münsters Fahrrad-ABC: Von A wie Ampel bis Z wie Zeit

1/26
  • Alle Jahre wieder, zum Start des Wintersemesters, ist die Zeit der Frischlinge auf den Radwegen. Mit den neuen Studentinnen und Studenten erobern Tausende Neumünsteraner für sich die deutsche Fahrradhauptstadt. Für viele eine mitunter abenteuerliche Begleiterfahrung des Studienstarts. Hier für die Anfänger auf den Radwegen und alle Leezenliebhaber ein kleines Alphabet des Radverkehrs in Münster von unserer Redakteurin Karin Völker.

    Foto: dpa
  • A wie Ampel: Unbedingt beachten! Ampeln haben in Münster für Fahrradfahrer nicht bloß Empfehlungscharakter. Bei Rot also besser stehenbleiben. Erstens, weil alles andere gefährlich sein kann. Zweitens, weil als Strafe ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei und 100 Euro Strafe drohen. Sehr empfindlich fürs studentische Portemonnaie.

    Foto: Colourbox.de
  • B wie Bürgersteig: Er ist in Münster den Fußgängern vorbehalten. Es gibt ja auch meistens Radwege.

    Foto: Colourbox.de
  • C wie cholerische Anfälle: Sie sind trotz des hier verbreiteten gemäßigten westfälischen Temperaments bei diversen Verkehrsteilnehmern bisweilen zu beobachten. Gilt das Geschimpfe einem selbst, am besten die Ruhe bewahren.

    Foto: Colourbox.de
  • D wie Diskussionen: Sollte man als Fahrradfahrer besser mit anderen Verkehrsteilnehmern nicht anfangen, erst recht nicht mit Polizisten. Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Verkehrsregeln sind zwecklos.

    Foto: Colourbox.de
  • E wie E-Bike: Das Fahrrad mit Batterieverstärkung ist auf Münsters Radwegen schwer im Kommen. Vorsicht vor dem beachtlichen Tempo – wenn sportliche junge Menschen von älteren Herrschaften überholt werden, ist oft ein Akku im Spiel.

    Foto: Oliver Werner
  • F wie Fußgänger: Sie verdienen Rücksicht und Freundlichkeit – auch wenn es mitunter erscheint, die Fußgänger liefen prinzipiell auf Radwegen.

    Foto: Colourbox.de
  • G wie Geschwindigkeit: Tempo 30 in Wohngebieten gilt auch für Radler!

    Foto: Colourbox.de
  • H wie Hamburger Tunnel: Er ist während des Bahnhofsumbaus zentrale Verkehrsachse von und zum Gleis und Ort der friedlichen Koexistenz zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern.  Skeptiker staunen: Es funktioniert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • I wie Irren: Es ist menschlich und kommt bei allen Verkehrsteilnehmern vor. Auch wenn das Fahrrad bewegungsfördernder und umweltfreundlicher ist als das Auto: Auch Autofahrer haben im Verkehr manchmal Recht.

    Foto: Colourbox.de
  • J wie Jugend: Das Radfahren in Münster ist keineswegs nur ihr Privileg. In Münster strampeln  auch viele über 80-Jährige noch durch die Stadt. Fahrradfahren ist hier eine generationsübergreifende Angelegenheit – mit vielen Geschwindigkeiten.

    Foto: Colourbox.de
  • K wie Klauen: Der Fahrradklau ist in Münster ein verbreitetes Übel, das die Stadt in der Kriminalitätsstatistik regelmäßig schlecht aussehen lässt. Ein wenig helfen solide Schlösser.

    Foto: Colourbox.de
  • L wie Ludgerikreisel: Für viele Radler ein neuralgischer Punkt. Die Polizei empfiehlt: beherzt auf der Mitte der Spur fahren. Autos kommen meistens auch nicht schneller vorwärts als Radler.

    Foto: Oliver Werner
  • M wie Meimel: Ein münsterischer Ausdruck für Regen – und zwar dessen langanhaltende Form, und damit einer der natürlichen Feinde des Fahrradfahrers. Trotz häufiger Meimelgefahr lässt man sich in Münster nicht so leicht aus dem Sattel vertreiben. Viele auch nicht durch Schnee und Frost: Es gibt hier extra Streufahrzeuge für die Radwege.

    Foto: Colourbox.de
  • N wie Nase: Sie hat der Radfahrer immer im Wind. Nicht ausgeschlossen, dass im Winter dabei mal eine Erkältung rauskommt. Aber was gibt es Schöneres, als im Frühling unter den blühenden Silberlinden auf der Promenade herzuradeln? 

    Foto: Colourbox.de
  • O wie Ordnungshüter: Die Kräfte von Stadt und Polizei schenken dem Radverkehr sehr viel Aufmerksamkeit, besonders zu Semesterbeginn. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • P wie Parken: In Münster bisweilen auch für Fahrradfahrer nicht unproblematisch. Merke: Bürgersteige  gehören nicht zugestellt und immer merken, wo das Rad steht. Es soll Studenten geben, die ihre Leezen semesterlang gesucht haben.

    Foto: Colourbox.de
  • Q wie Quälerei: Kommt sogar im Fahrradparadies Münster vor – vor allem immer dann, wenn man Pannen hat.  Zum Glück gibt es an fast jeder Ecke einen Fahrradladen, der helfen kann.

    Foto: Colourbox.de
  • R wie Rücklicht: Sollte unbedingt ebenso wie das Vorderlicht funktionieren. Wenn man nicht selbst kontrolliert, ob es brennt – die Polizei tut es ohnehin und verteilt gegebenenfalls Knöllchen.

    Foto: Colourbox.de
  • S wie Stau: Gibt es in Münster, speziell während der Semesterzeiten auch auf Radwegen. Hier hilft nur Geduld.

    Foto: Colourbox.de
  • T wie Trunkenheit: Auch wer sich noch mit 1,6 Promille Alkohol im Blut für fahrtüchtig hält: Lieber das Rad schieben! Denn auch Fahrradfahrer erwarten Alkoholkontrollen durch die hiesige Polizei. Kein Scherz: Im Extremfall werden Fahrradfahrverbote verhängt.

    Foto: Colourbox.de
  • U wie Unfälle: Sie passieren leider – trotz vieler Maßnahmen der Verkehrsplaner und Polizei immer noch zu häufig. Ein Helm kann manchmal das Schlimmste verhindern. 

    Foto: Colourbox.de
  • V wie Vorsicht: Auch defensive Radfahrer kommen ans Ziel, mitunter sogar schneller als die Draufgänger.

    Foto: Colourbox.de
  • W wie Waschanlage: Luxus, wenn man seinem Drahtesel mal was Gutes will. Gibt es tatsächlich speziell für Fahrräder – im Fahrradparkhaus am Bahnhof.

    Foto: Presseamt/Joachim Busch
  • X&Y sind die Unbekannten und stehen für das Unerwartete beim Radfahren – zum Glück ist das nicht nur der plötzliche Plattfuß. Es gibt auch den Flirt beim Warten an der roten Fahrradampel. . .

    Foto: Colourbox.de
  • Z wie Zeit: Wer in Münster Rad fährt, spart meistens kostbare Minuten. Faustregel: Je näher man sich im Stadtkern bewegt, desto größer die Zeitersparnis. Autofahrer kommen fast immer langsamer ans Ziel.

    Foto: Colourbox.de
Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5558263?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Polizei Münster warnt vor Porno-Masche
Erpresser-Mails: Polizei Münster warnt vor Porno-Masche
Nachrichten-Ticker