Forderungen zur Kitaplatzvergabe
Beirat sieht Eltern verunsichert

Münster -

Die Vergabe von Kitaplätzen in Münster sorgt bei vielen Eltern weiter für Unmut. Deshalb hat sich jetzt der Jugendamtselternbeirat in die Diskussion eingeschaltet.

Dienstag, 06.03.2018, 08:03 Uhr

Symbolbild 
Symbolbild  Foto: dpa

In der Diskussion um die Vergabe der Kitaplätze meldet sich jetzt der Jugendamtselternbeirat (JAEB) zu Wort. Die stadtweite Vertretung der Eltern von Kita-Kindern erkennt die Anstrengungen des Jugendamtes der Stadt an, das Angebot an Betreuungsplätzen in der Kindertagespflege in Münster auszubauen und den Bedarfen der münsterischen Familien anzupassen.

JAEB fordert transparentes Verfahren 

„Wir sind darüber hinaus mit dem Jugendamt einer Meinung, dass Kita-Plätze nicht durch Gerichtsurteile vergeben werden sollten, sondern in einem für die suchenden Eltern transparenten und verlässlichen Verfahren“, sagt der Vorsitzendes JAEB, Jens Taken. Der momentane Zustand der großen Ungewissheit bei vielen Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihren Nachwuchs suchen, sei ein unakzeptabler Zustand.

Die Ende Januar kurzfristig geänderten Aufnahmekriterien ausschließlich in den städtischen Kitas führen im Ergebnis dazu, dass die Aufnahmekriterien in den Münsteraner Kitas über die verschiedenen Träger hinweg noch divergenter geworden sind. „Dies macht es für Eltern noch schwieriger einzuschätzen, ob und bei welchen Kitas sie eine Chance auf einen Platz haben“, so Taken weiter. Darüber hinaus habe die sehr kurzfristig, unmittelbar vor Ende der Vormerkungsfrist für Kitaplätze im Kita-Navigator Ende Januar durchgeführte Änderung der Aufnahmekriterien in den städtischen Kitas dazu geführt, dass von einer gemeinsamen Vereinbarung der Aufnahmekriterien für Kinder in eine Kita durch Vertreter des Trägers, des Kita-Personals und der Eltern im Sinne des Kinderbildungsgesetzes so keine Rede mehr sein können.

Es mangelt an Kapazitäten

Das Hauptproblem bleibt aber die nicht ausreichende Anzahl an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren, wie die jüngst veröffentlichte Bilanz zur Vormerkung für das Kindergartenjahr 2018/19 gezeigt hat.

Der JAEB fordert ein verlässliches und transparentes Verfahren zur Vergabe der Kita-Plätze, eine vertrauensvolle und den Prinzipien im Kinderbildungsgesetz entsprechenden Zusammenarbeit mit den Elternbeiräten und eine noch größere Anstrengung der Stadt zum Ausbau des Betreuungsangebots, um den Bedarfen endlich gerecht zu werden.

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