Kritik am Anmeldeverfahren
Junge wurde an vier Schulen abgelehnt

Münster -

Im Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen haben die Kinder, die am Hittorf- und am Schillergymnasium abgewiesen werden mussten, mittlerweile einen Platz an einer anderen Schule gefunden.

Mittwoch, 07.03.2018, 20:03 Uhr

 Das Archivbild zeigt eine Sitzung des münsterischen Ausschusses für Schule und Weiterbildung.
 Das Archivbild zeigt eine Sitzung des münsterischen Ausschusses für Schule und Weiterbildung. Foto: spe

Das berichtete Schulamtsleiter Klaus Ehling am Dienstagabend dem Schulausschuss. An den sehr schwach besetzten vier Hauptschulen gingen noch neue Anmeldungen ein, sodass nun an allen Standorten Eingangsklassen mit mindestens 18 Schülern zustandekommen. Diese Untergrenze ist von der Schulaufsicht vorgegeben.

Am Anmeldeverfahren, bei dem Hunderte Kinder, vor allem jene, die an Gesamtschulen angemeldet wurden, zunächst keinen Platz gefunden haben, wurde im Schulausschuss Kritik laut. SPD-Ratsfrau Doris Feldmann schilderte den Fall eines angehenden Fünftklässlers, deren Eltern an sie herangetreten waren. Der Junge mit einer Realschulempfehlung war nacheinander an vier Schulen abgewiesen worden: An der Friedensschule, der Mathilde-Anecke-Gesamtschule, der Erich-Klausener-Realschule und am Schlaun-Gymnasium.

So etwas dürfe nicht passieren, so Feldmann. Der Übergang zur weiterführenden Schule sei für die betroffenen Kinder sehr „aufregend“ und mitunter auch belastend. „Wir brauchen eine Regel, wonach es spätestens beim dritten Versuch klappen muss, erklärte Feldmann, und legte der Verwaltung einen Fragenkatalog zum Anmeldeverfahren vor.

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