Skulptur am Rathaus
Ministerin gibt Details des Chillida-Deals preis

Münster -

2016 stand der Verbleib der Skulptur „Toleranz durch Dialog” in Münster auf der Kippe. Doch schließlich kaufte das Land das Werk des Künstlers Eduardo Chillida. Jetzt werden Details des Deals bekannt.

Donnerstag, 08.03.2018, 11:03 Uhr

Skulptur am Rathaus: Ministerin gibt Details des Chillida-Deals preis
Die „Chillida-Bänke” bleiben als Dauerleihgabe des Landes in Münster. Foto: Oliver Werner

NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen berichtet dem Kulturausschuss des Landes NRW am Donnerstag in einer Vorlage, dass das Land die Skulptur „Toleranz durch Dialog” aus Mitteln des Kulturhaushalts von der Portigon AG erworben hat. Auf eine Anfrage der SPD gibt die Ministerin Details des Deals preis: Das Land hat die Chillida-Skulptur demnach zum Preis von 2.380.000 Euro erworben. Der Kaufpreis ist zahlbar in fünf Teilbeträgen zu jeweils 476.000 Euro. Die letzte Rate wird am 31.12.2020 fällig. Ab dann gehört das Kunstwerk, das sich als Leihgabe des Landes nach wie vor in Münster auf dem „Platz des Westfälischen Friedens” befindet, komplett dem Land NRW.

„Aufreibendes Kapitel erfolgreich abgeschlossen”

„Wenn sich am Donnerstag, 8. März, der Kulturausschuss des Landtages NRW mit der Chillida-Skulptur auf dem Platz des Westfälischen Friedens befasst, kann Münster ein aufreibendes Kapitel jüngster Stadtgeschichte als erfolgreich abgeschlossen betrachten. Der Einsatz für Münster und die Skulptur hat sich gelohnt”, freut sich Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe in einer Stellungnahme am Donnerstag.

Chillida-Skulptur „Toleranz durch Dialog“ bleibt in Münster

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  • Die Skulpturen sehen aus wie zwei gegenüberliegende Bänke. Und so werden sie auch genutzt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • "Toleranz durch Dialog" ist der Name des Kunstwerks. Auf Chillidas Bänken kommt man mit dem Gegenüber ins Gespräch.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Ort der Skulptur ist kein Zufall.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Chillidas Kunstwerk steht im Rathausinnenhof, in direkter Nachbarschaft zum Friedenssaal.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Skulptur weist einen Weg zu einer friedlicheren Welt: „Dialog“.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Bänke laden zum Innehalten ein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Alltagsleben der Münsteraner hat die Chillida-Skulptur offenbar ihren Platz gefunden. Und sie wird bleiben:

    Foto: Matthias Ahlke
  • Das Land NRW kauft der Portigon AG, der Nachfolgerin der zerschlagenen WestLB, das Kunstwerk ab und überlässt es Münster als Dauerleihgabe.

    Foto: Matthias Ahlke

Das Land Nordrhein-Westfalen habe so Sicherheit über den Verbleib der Arbeit von Eduardo Chillida im Rathausinnenhof geschaffen, so der Oberbürgermeister. „Damit ist für immer untermauert, dass das Kunstwerk nicht nur thematisch mit dem benachbarten Friedenssaal mit diesem Ort verbunden ist.”

Sonderregelung für Münster

Eduardo Chillida hatte die Umgestaltung des Rathausinnenhofs zur Bedingung für die Aufstellung der Skulptur im Stadtjubiläums-Jahr 1993 gemacht. 

Eduardo Chillida und seine Skulptur Toleranz durch Dialog im Jahr 1993

Eduardo Chillida und seine Skulptur Toleranz durch Dialog im Jahr 1993 Foto: Preseamt Stadt Münster

2016 gab es zunächst Überlegungen, die Chillida-Skulptur auf dem freien Kunstmarkt anzubieten. Das Kunstwerk war im Besitz der Portigon AG, der Rechtsnachfolgerin der zerschlagenen WestLB. Für rund 30 Millionen Euro wurden knapp 300 Kunstwerke der ehemaligen WestLB-Sammlung in eine Landesstiftung überführt. Für die Chillida-Skulptur gab es eine Sonderregelung. Sie wurde direkt vom Land erworben und Münster als Dauerleihgabe übergeben.

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