Gefahrenpunkt Mersmannsstiege/Weseler Straße
Ampelumbau soll mehr Sicherheit für Radfahrer bringen

Münster-Mecklenbeck -

Damit es möglichst keine weiteren Unfälle mit Radfahrern im Bereich Mersmannsstiege/Weseler Straße gibt, will die städtische Straßenverkehrsbehörde dort tätig werden: Die Ampelanlage soll umgebaut werden.

Donnerstag, 08.03.2018, 19:03 Uhr

Die Einmündung der Mersmannsstiege in die Weseler Straße: Biegen Lkw nach rechts in Richtung City ab, dann können geradeaus fahrende Radler vom Fahrer schnell übersehen werden. Damit es an diesem Gefahrenpunkt sicherer wird, sollen die Grünphasen der Ampel in Kürze geändert werden.
Die Einmündung der Mersmannsstiege in die Weseler Straße: Biegen Lkw nach rechts in Richtung City ab, dann können geradeaus fahrende Radler vom Fahrer schnell übersehen werden. Damit es an diesem Gefahrenpunkt sicherer wird, sollen die Grünphasen der Ampel in Kürze geändert werden. Foto: sch

Der Knotenpunkt Weseler Straße / Mersmannsstiege ist ein Gefahrenpunkt. Immer wieder kommt es dort zu Unfällen, die mitunter alles andere als glimpflich ausgehen. Im Jahr 2009 kam dort – wie berichtet – ein zwölfjähriger Junge ums Leben.

Zu gefährlichen Unfällen kommt es insbesondere dann, wenn Lkw aus der Mersmannsstiege nach rechts in Richtung City auf die Weseler Straße abbiegen. Ist dann auf dem anliegenden Radweg ein Radfahrer unterwegs, der nicht abbiegen sondern geradeaus auf die andere Seite der Weseler Straße fahren will, kann er vom Lkw-Fahrer schnell übersehen und angefahren werden. Diesem Missstand will die städtische Verkehrsplanung nun Abhilfe schaffen, zumal es, so Werner Schulik von der städtischen Straßenverkehrsbehörde, am 5. Dezember vergangenen Jahres wieder eine Kollision gab, bei der eine Radfahrerin von einem rechtsabbiegenden Lkw erfasst und schwer verletzt wurde.

Verkehrsführung an der Kreuzung Weseler Straße/Mersmannstiege

Verkehrsführung an der Kreuzung Weseler Straße/Mersmannstiege Foto: Grafik Jürgen Christ

Maßnahmen konnten Problem nicht beheben

Bereits nach dem tödlichen Unfall vor neun Jahren war versucht worden, den Gefahrenpunkt zu entschärfen. Deshalb wurde die Haltelinie für den motorisierten Verkehr zurück- und die für Radfahrer nach vorne verlegt. Dadurch stehen Radler deutlich vor den Kraftfahrzeugen und sind für Autofahrer besser sichtbar. Außerdem wurde die Ampel so programmiert, dass Radfahrer beim Anfahren einen Zeitvorsprung vor den Kfz haben. Obendrein wurde auch noch ein Verkehrsspiegel installiert.

„Diese Maßnahmen allein konnten die Probleme allenfalls verbessern, aber nicht beheben“, räumen die städtischen Verkehrsplaner in einer öffentlichen Beschlussvorlage ein. Zumal erschwerend hinzukomme, dass die einmündende Mersmanns-stiege in einem Bogen auf die Weseler Straße treffe und Lkw gezwungen seien, bereits an der ersten Fußgängerfurt mit dem Abbiegevorgang zu beginnen. „An der zweiten betroffenen parallelen Fußgängerfurt ist das Führerhaus des Lkw bereits so weit abgeknickt, dass sein Rückspiegel weitgehend wir-kungslos ist und sich parallele Radfahrer und Fußgänger im toten Winkel befinden“, erläutert die Verwaltung. Von einem „hohen Gefahrenpotenzial für Radfahrer und Fußgänger durch rechtsabbiegende Lkw“ ist die Rede, zumal das angrenzende Gewerbegebiet einen hohen Schwerverkehrsanteil mit sich bringe.

Separate Grünphase für Radfahrer und Fußgänger

Bei einem Ortstermin haben sich Vertreter mehrerer städtischer Ämter sowie der Polizei mit dem Gefahrenpunkt befasst: Um die Verkehrssicherheit von Radfahrern und Fußgängern zu erhöhen, sollen es an der Ampelanlage im Einmündungsbereich Mersmannsstiege / Weseler Straße in Kürze separate Grünphasen geben, sodass Radfahrer und Fußgänger nicht mehr unterwegs sind, wenn der motorisierte Verkehr nach rechts in die Weseler Straße abbiegt.

Läuft alles nach Plan, dann soll der notwendige Umbau der Ampelanlage bereits im April oder Mai in Angriff genommen werden. Die Kosten dafür werden mit rund 7500 Euro veranschlagt – für so manchen sicherlich ein überschaubarer und sinnvoll investierter Betrag zum Schutz von Menschenleben.

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